Seelen-Suche

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Was sind die seltsamsten Fragen, die du je gegoogelt hast? Meine könnten sein (für mein neuestes Buch): „Wie viele Menschen haben je gelebt?“ „Woran denken Menschen kurz vor dem Tod?“ und „Wie viele Bits würde man benötigen, um in einer virtuellen Realität jeden wieder auferstehen zu lassen, der jemals gelebt hat?“ (Es ist 10 hoch 10123).

Von Michael Shermer | Richard-Dawkins-Foundation

Mit Hilfe von Googles Autovervollständigung und Keyword Planner Tools hat das britische Internetunternehmen Digitaloft eine Liste von 20 der verrücktesten Suchanfragen erstellt, darunter „Bin ich schwanger?“ „Sind Aliens echt?“ „Warum haben Männer Nippel?“ „Ist die Erde flach?“ und „Kann ein Mann schwanger werden?“

Das ist alles sehr unterhaltsam, aber laut dem Ökonomen Seth Stephens-Davidowitz, der bei Google als Datenwissenschaftler arbeitete (er ist jetzt Autor für die New York Times), können solche Suchen als „digitales Wahrheitsserum“ für tiefergehende und dunklere Gedanken dienen. Wie er in seinem Buch „Everybody Lies: Big Data, New Data, and What the Internet Can Tell Us About Who We Really Are” (Dey Street Books, 2017) erklärt: „Im vordigitalen Zeitalter versteckten die Menschen ihre peinlichen Gedanken vor anderen Menschen. Im digitalen Zeitalter verstecken sie sie immer noch vor anderen Menschen, aber nicht vor dem Internet und insbesondere vor Seiten wie Google und PornHub, die ihre Anonymität schützen.“ Der Einsatz großer Datenforschungsinstrumente „erlaubt uns endlich zu sehen, was die Menschen wirklich wollen und tun und nicht das, von dem sie sagen, es zu wollen und zu tun“.

Z. B. können Leute Meinungsforschern sagen, dass sie nicht rassistisch sind und Umfragedaten legen nahe, dass bigotte Haltungen über Themen wie interkulturelle Ehe, Rechte der Frauen und gleichgeschlechtliche Ehe seit Dekaden unvermindert abnimmt und anzeigen, dass Konservative heute sozial liberaler sind, als es Liberale in den fünfziger Jahren waren.

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Das Ende der Welt ist gewiss

Die Erde wird in rund einer Milliarde Jahre für höheres Leben zu heiß. (imago / Magictorch)
Vor hundert Jahre erschien Oswald Spenglers Werk „Der Untergang des Abendlandes“. Anlass, sich in unserer Serie verschiedene Untergangsszenarien anzusehen, zum Beispiel die kosmische Apokalypse. Die kommt garantiert, weiß Physikerin Sibylle Anderl.

Von Astrophysikerin Sibylle Anderl | Deutschlandfunk Kultur

Fürchten wir Menschen uns heute noch vor den Gefahren des Weltalls? Wenn man die Frage nicht rundheraus verneinen möchte, dann kann man wohl zumindest sagen: Es war schon schlimmer. Und dafür muss man gar nicht erst zurückgehen in Zeiten, in denen der Nachthimmel mit seinen Erscheinungen noch als zeichenhafter Vermittler irdischen Unheils fungierte.

Auch die Aufklärung mit ihrer Entdeckung der Berechenbarkeit des Himmels konnte zunächst nicht viel mehr ausrichten, als die astrologischen durch wissenschaftlich fundierte Ängste zu ersetzen: Dass früher oder später ein Komet mit der Erde kollidieren könnte, ist schließlich nicht weniger beunruhigend als dessen Interpretation als Unglücksbringer. Auch die Erkenntnis, wie sensibel unsere Erde von der Energiezufuhr der Sonne abhängt, ist durchaus geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Zumindest, so lang nicht zweifelsfrei geklärt ist, wie lang wir uns weiterhin auf diese konstante Wärmequelle verlassen können.

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Koala: Er schläft 22 Stunden – dann frisst er giftige Blätter

Lecker – aber nur für Koalas Quelle: Getty Images
Koalas sind rätselhaft. Sie ernähren sich von Eukalyptus – der Stoffe enthält, die für die meisten Tiere tödlich wären. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, wie sie das machen.

Von Valentin Frimmer | DIE WELT

Eine Häufung spezieller Detox-Gene in ihrem Erbgut schützt Koalas vor den Giftstoffen in Eukalyptusblättern. Das schlussfolgern Forscher, nachdem sie erstmals das Erbgut der knuffigen Beuteltiere entschlüsselt haben. Es umfasst 26.000 Gene und ist etwas größer als das des Menschen, schreibt das Team um Katherine Belov von der australischen Universität Sydney im Fachmagazin „Nature Genetics“.

Von den genetischen Informationen erhoffen sich die Wissenschaftler Hinweise darauf, wie die Spezies effektiver geschützt und kranke Tiere besser behandelt werden können. „Das Erbgut ist für die Bemühungen, diese biologisch einzigartige Spezies zu erhalten, eine Art Sprungbrett“, sagte Belov.

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Was ist dran am Gendern?

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Das Thema „geschlechtergerechte Sprache“ wird seit einigen Jahren hitzig diskutiert und als Mittel zu mehr Gleichberechtigung dargestellt. Doch kann Gendern diesem Anspruch gerecht werden? Im Nachfolgenden möchte ich einen kleinen Einblick geben, warum ich persönlich skeptisch bin, ob solche Sprachregelungen notwendig und sinnvoll sind.

Von Robin Thiedmann | Richard-Dawkins-Foundation

Gleichberechtigung und Freiheit

Klar ist: In einer modernen und liberalen Gesellschaft ist die Freiheit zur eigenen Entfaltung eine der wichtigsten Kenngrößen. Hindernisse, die jedem Menschen dabei im Weg stehen, sollten möglichst abgebaut werden. Das ist einer der zentralen Grundgedanken des Humanismus. Ich halte es deshalb für essentiell wichtig, für Gleichberechtigung und die größtmöglichen Chancen zur Entfaltung des eigenen Potentials für jeden zu sorgen.

Deshalb verstehe ich die guten Absichten hinter dem Versuch, Sprachregelungen zu schaffen, die alle Menschen mit einschließen, da von manchen ein Teil dieser Hindernisse eben auch in der Sprache verortet werden. In meinen Augen geht die Diskussion dieses Themas häufig aber an wichtigen Fakten und Hintergründen vorbei. Es wird von einer axiomatischen Ausgangsbasis aus diskutiert, deren „Wahrheiten” nicht mehr hinterfragt werden.

Das soll nicht heißen, dass nicht jeder für sich selber entscheiden sollte, wie er spricht, oder dass ich mich nicht bemühen würde, nach Möglichkeit und dort, wo es sinnvoll ist, geschlechtsneutral zu schreiben. Ich halte Sensibilisierung für die Wirkung von Sprache für wichtig, aber das erschöpft sich nicht bei dem Geschlechter / Gender Thema, sondern ist wesentlich umfangreicher. Es gibt einige Möglichkeiten, Sprache so zu nutzen, dass man das „Problem“ umgeht.

Verbindliche Sprachregelungen brauchen aber sehr starke Argumente, einen eindeutig belegten Nutzen und eine Grenze, die Sanktionsmöglichkeiten von Verstößen deutlich einschränkt und die nicht überschritten werden darf, ansonsten rückt man näher in Richtung autoritärer Regime.

Was ist Gendern?

Sprache ist aus Sicht der feministischen Linguistik ein Herrschaftsinstrument, mit dem das Patriarchat seinen Machtanspruch geltend macht und verfestigt und deshalb „sexistisch und androzentrisch” ist (Schoenthal, 1989, S.301). Die Lösung dafür: Sichtbarmachen durch Doppelnennung (Studentinnen und Studenten), Gendergap (Student_innen) und ähnliches oder die Neutralisierung durch vermeiden von geschlechtsbezogenen Begriffen (Studierende).

Das generische Maskulinum wird als eine ausschließende Form, bei der Frauen nicht inbegriffen sind, angesehen und direkt daraus resultierende Nachteile angenommen. Auf den linguistischen Aspekt, wie den Unterschied zwischen dem grammatischen Geschlecht (dem Genus) und dem biologischen (dem Sexus), will ich an dieser Stelle allerdings nicht weiter eingehen (siehe dazu Eisenberg (2017, 2018). Ich interessiere mich für die dahinter liegende These, Gendern führe zu Gleichstellung.

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Planetare Katastrophe am Uranus?

Rätselhaft gekippt: Uranus‘ Achse ist um 90 Grad verschoben – er rollt dadurch quasi seine Bahn entlang © Lawrence Sromovsky/ University of Wisconsin-Madison, W.W. Keck Observatory
Kataklysmischer Treffer: Der Uranus hat vermutlich nur knapp eine dramatische Kollision überstanden. Denn vor rund vier Milliarden Jahren kollidierte er mit einem Protoplaneten von rund der doppelten Erdgröße, wie nun Simulationen nahelegen. Diese Kollision könnte einige bisher rätselhafte Eigenheiten des Eisriesen erklären – unter anderem seine auf die Seite gekippte Rotation und sein exzentrisches, vierpoliges Magnetfeld, wie Forscher im Fachmagazin „Astrophysical Journal“ berichten.

scinexx

Der Uranus ist ein ebenso ungewöhnlicher wie rätselhafter Planet. Denn die Oberfläche des fernen Eisriesen ist mit minus 216 Grad kälter als sie eigentlich sein dürfte, sein Magnetfeld hat nicht nur zwei, sondern gleich vier Pole und seine Ringe und Mond eiern eher um den Planeten – sie kreisen nicht genau in der äquatorialen Ebene. Zudem hat der Uranus offenbar mit seinem Nachbarn Neptun die Plätze getauscht.

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Was aus den Kindern der hohen NS-Funktionäre wurde

Väter und ihre Kinder: Rudolf Heß (l. o.) und sein Sohn Wolf-Rüdiger (u.), Hermann Göring und seine Tochter Edda (M.), Albert Speer und sein gleichnamiger Sohn Quelle: picture alliance (5)
Bis zuletzt hing Heinrich Himmlers Tochter Gudrun der braunen Ideologie an. Ihr Tod vor wenigen Tagen wirft die Frage auf: Wie gehen Nachfahren von NS-Verbrechern mit ihrer Familiengeschichte um?

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Für seine Eltern kann niemand etwas. Und auch Massenmörder können liebevolle Väter sein. Gudrun Himmler zum Beispiel liebte ihren „Pappi“ abgöttisch, mochte der auch „Reichsführer SS“ und damit hauptverantwortlich für den Holocaust und die Unterdrückung von halb Europa sein.

Zwar trug Himmlers einzige eheliche Tochter nach ihrer Heirat den Namen Burwitz, aber dem Nationalsozialismus blieb sie bis ins hohe Alter treu. Ende Mai 2018 ist sie gestorben, unbeirrt und unbelehrbar. Auf ihrem Grabstein steht „Familie Burwitz-Himmler“.

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Warum die „Jugend von heute“ immer die schlechteste ist

Jung gegen Alt – das ist ein Quell von Feindseligkeiten, und zwar schon immer Quelle: Photographer’s Choice RF/Getty Images
Jede ältere Generation denkt irgendwann, dass es mit der Menschheit nun endgültig bergab geht – und schuld daran ist „die Jugend“: faul, respektlos und noch viel mehr. Warum hört dieses Schlechtreden eigentlich nie auf?

Von Christina Peters | DIE WELT

Sie lieben den Luxus, ärgern die Lehrer und lümmeln herum – mehr als 400 Jahre vor Christus hatte der griechische Denker Sokrates angeblich viel an den jungen Leuten seiner Zeit auszusetzen. „Die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie auf, in Wort und Tat“, moserte dann sein Schüler Platon. Und als Platons Zögling Aristoteles erwachsen war, sah es noch düsterer aus: Er verzweifle an der Zukunft der Zivilisation, wenn er die Jugend sehe, wird der entnervte Philosoph zitiert.

Kritik an der Jugend ist ein uraltes Phänomen. Seit Tausenden von Jahren bekritteln Erwachsene die junge Generation, fürchten den Verfall der Sitten und waren selbst natürlich viel anständiger als die jungen Leute.

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Japan kommt wegen Plutonium unter Druck

Japan hat auf lange Sicht keine Chance, seine Plutoniumbestände zu verringern. Die USA bedrängen den Verbündeten aus sicherheitspolitischen Gründen.

Patrick Welter | Neue Zürcher Zeitung

Der japanische Forschungsreaktor Monju hat viel Geld gekostet und wenig Erkenntnis gebracht. Diese Botschaft übermittelte Japans Rechnungshof vor einigen Wochen der Regierung in Tokio. Mindestens 1,13 Billionen Yen (8,8 Milliarden Euro) kostete der Schnelle Brüter laut der Aufsicht. Der Forschungsreaktor war 1994 in Betrieb genommen worden, danach aber wegen Pannen nur 250 Tage lang gelaufen. Ende 2016 beschloss die Regierung das Aus für Monju und den Abriss.

Fiktion Brennstoffkreislauf

Das Ende von Monju war ein schwerer Schlag für die politischen Träume eines nuklearen Brennstoffkreislaufs in Japan, den Länder wie Deutschland schon lange aufgegeben haben. Der mit Natrium gekühlte Reaktor sollte aus verbrauchtem Nuklearbrennstoff Plutonium «erbrüten» und verbrauchen.

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Arktis: Schifffahrt versus Meeressäuger

Narwale in der Baffin Bay – sie wären vom zunehmenden Schiffsverkehr in der Nordwest- und Nordostpassage besonders betroffen. © Kristin Laidre/ University of Washington
Profit versus Artenschutz: Im Nordpolarmeer steht ein Konflikt zwischen Artenschutz und Wirtschaftsinteressen bevor. Denn wie eine Studie jetzt aufzeigt, wird der zunehmende Schiffsverkehr durch die Nordost- und Nordwestpassage viele Populationen von Meeressäugern empfindlich stören. Vor allem der geschützte Narwal, aber auch Grönlandwale und Belugas haben ihre Habitate mitten in den Schiffsrouten – hier sind Konflikte vorprogrammiert.

scinexx

Im Jahr 2016 hat das erste große Kreuzfahrtschiff die Nordwestpassage durchfahren – etwas, das die tragische Expedition von John Franklin vor rund 170 Jahren noch vergeblich versucht hatte. Doch durch den Klimawandel werden die Nordrouten zwischen Atlantik und Pazifik im Sommer immer häufiger befahrbar. Zwischen 2011 und 2016 durchfuhren bereits mehr als 200 Schiffe die Nordostpassage oberhalb von Sibirien, in der Nordwestpassage durch die kanadische Arktis waren es rund 100.

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Mehr Geld als geplant für die Bundeswehr

Bild: tagesschau.de
Der Verteidigungs-Etat soll im kommenden Jahr um 650 Millionen Euro höher ausfallen als bisher vorgesehen. Die Zahlen dürften auch für den NATO-Gipfel eine Rolle spielen.

tagesschau.de

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will im Streit um den Wehr-Etat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) deutlich mehr Geld für 2019 zubilligen als bisher geplant. Dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 zufolge soll der Verteidigungs-Etat kommendes Jahr auf 42,9 Milliarden Euro steigen. Das berichteten das „Handelsblatt“ und dpa übereinstimmend.

Die Summe würde ein Plus von vier Milliarden Euro gegenüber 2018 bedeuten – und rund 675 Millionen Euro mehr als bisher für 2019 vorgesehen. Wegen sich ändernder Herausforderungen und eines Materialmangels bei der Bundeswehr hatte von der Leyen die zunächst veranschlagten Summen als unzureichend kritisiert.

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Hexenjagd in der Hallertau

Die Hexenprobe. Zeichnung von G. Franz aus „Germania“ von 1878 (public domain)

Wie schwer das Leben für nicht religiöse Menschen selbst im Deutschland des 21. Jahrhunderts noch sein kann, das erlebt seit vielen Jahren eine Familie in Bayern. Diskriminierung und Mobbing schlagen derzeit hohe Wellen, weil die Familie dafür kämpft, dass das riesige Kruzifix aus einem Schulfoyer verschwindet.

Von Daniela Wkonigg | hpd.de

Die Hallertau ist eine jener Regionen Bayerns, die japanischen Touristen die Kameras vor die tränenden Augen treiben. Eine Idylle, in der sich Fuchs und Hase zwischen Kirchtürmen und Hopfendolden gute Nacht sagen. Ja, in der Hallertau ist die Welt noch in Ordnung. Wenigstens für Christen.

Nicht religiöse Menschen hingegen führen in der Hallertau nicht unbedingt ein idyllisches Leben. Eine Erfahrung, die Familie A.* seit vielen Jahren machen muss. In den vergangenen Monaten war es so schlimm wie selten zuvor, denn die Familie setzt sich dafür ein, dass das Gymnasium von Wolnzach, das von den beiden Töchtern besucht wird, aus seinem Foyer das Kruzifix entfernt.

Bereits vor Jahren hatten die heute 16-jährige Emma A.* und die 14-jährige Mia* zusammen mit ihren Eltern erstritten, dass in ihren Klassenzimmern die Kreuze abgenommen werden müssen. Laut Bundesverfassungsgericht ihr gutes Recht. Auch und gerade in Bayern. Doch das über ein Meter hohe Kruzifix im Foyer, das dort bereits weit vor Söders Kreuzerlass hing, will sich die Schule nicht nehmen lassen.

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Chinesisches Lasergewehr wird als nichttödlich propagiert

Laserwaffe von der Chengdu Hengan Firma für Polizeiausrüstung. Bild: Nach SCMP ein Handout
Unhörbar soll die Waffe mit einer Batterieladung tausendmal gefeuert werden können, menschliches Gewebe würde sofort verkohlt

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Angeblich wurde nun in China eine tragbare Laserwaffe entwickelt, mit der sich Ziele bis auf eine Entfernung von fast einem Kilometer in Brand setzen kann. Bislang gibt es vor allem große Lasersysteme, mit denen in Tests erfolgreich Drohnen oder Raketen abgeschossen werden konnten. Das Pentagon investiert massiv in die Entwicklung. Der Vorteil einer Laserwaffe liegt auf der Hand, denn sie „feuert“ einen Lichtstrahl in Lichtgeschwindigkeit, also mit 300.000 m/sec.

Auch die in den USA, Russland und China derzeit entwickelten Hyperschallwaffen würden zwar herkömmlichen Raketenabwehrsystemen entgehen können, nicht aber Laserwaffen. Die haben noch dazu den Vorteil, dass sie geräuschlos funktionieren. Mit einer Laserkanone könnte man so etwa ein Flugzeug wie die MH17 im Geheimen abschießen, ein Lasergewehr wäre eine Superwaffe für einen Anschlag oder einen Mord aus größerer Entfernung, da niemand wüsste, aus welcher Richtung der Laserstrahl kam.

Nach der South China Morning Post (SCMP) wird das Lasergewehr ZKZM-500 genannt und wird als „nichttödlich“ eingestuft. Erwähnt wird, dass der Strahl durch Fenster dringen kann und zu einer „unmittelbaren Karbonisierung“ menschlichen Gewebes führt, was nicht sehr harmlos klingt, da eine Verkohlung nach dem Verbrennen auftritt und irreversibel ist.

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Missbrauch vertuscht – Ein Jahr Haft für australischen Erzapostel

Erzbischof Philip Wilson ist einer der ranghöchsten katholischen Geistlichen in Australien, die im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch bisher verurteilt wurden – AAPIMAGE
Erzbischof Philip Wilson ist einer der ranghöchsten katholischen Geistlichen in Australien, die im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch bisher verurteilt wurden.

Die Presse.com

Der wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch schuldig gesprochene australische Erzbischof Philip Wilson ist zu zwölf Monaten Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Newcastle im Bundesstaat New South Wales verkündete das Strafmaß am Dienstag. Die Strafe könnte der 67-Jährige im Hausarrest verbüßen, eine Entscheidung dazu soll am 14. August getroffen werden.

Das Gericht in Newcastle hatte den Erzbischof von Adelaide im Mai für schuldig befunden, in den 70er-Jahren den Missbrauch durch den inzwischen verstorbenen pädophilen Priesterkollegen Jim Fletcher vertuscht zu haben. Wilson hatten maximal zwei Jahre Haft gedroht. Er wies die Anschuldigungen zurück.

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Wird Ibuprofen knapp?

Die Nachfrage nach Ibuprofen wächst, aber jetzt ist eine der nur sechs Fabriken weltweit ausgefallen. © Denwet/ CC-by-sa 4.0
Globalisierung mit Folgen: Weltweit produzieren nur sechs Fabriken das beliebte Schmerzmittel Ibuprofen – und eine davon ist jetzt ausgefallen. Damit könnte dem Weltmarkt in den nächsten drei Monaten einer der größten Lieferanten für den Wirkstoff fehlen. Experten befürchten nun Lieferengpässe, weil die restlichen Produktionsanlagen bereits voll ausgelastet sind.

scinexx

Ibuprofen gehört zu den beliebtesten freiverkäuflichen Schmerzmitteln weltweit. Allein in Deutschland wurden 51 Millionen Packungen dieses Wirkstoffs verkauft, weitere 27 Millionen gab es auf Rezept. Auch in Kombinationspräparaten gegen Erkältungen und Schmerzcremes ist heute meist Ibuprofen enthalten. Allerdings: Ganz ohne Nebenwirkungen ist auch dieses Mittel nicht. So kann die Einnahme in der Schwangerschaft dem ungeborenen Kind schaden, zudem droht bei längerer Einnahme des Wirkstoffs eine schleichende Schädigung der Nieren. Auch das Herzinfarkt-Risiko steigt mit der Zeit.

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World UFO Day: Are We Really Alone? The Question Is Worthy of Serious Study

US F/A footage of a UFO (circled in red). Credit: Parzival191919, CC BY-NC-SA
Are we alone? Unfortunately, neither of the answers feel satisfactory. To be alone in this vast universe is a lonely prospect. On the other hand, if we are not alone and there is someone or something more powerful out there, that too is terrifying.

By Kevin Knuth | SPACE.com

As a NASA research scientist and now a professor of physics, I attended the 2002 NASA Contact Conference, which focused on serious speculation about extraterrestrials. During the meeting a concerned participant said loudly in a sinister tone, „You have absolutely no idea what is out there!“ The silence was palpable as the truth of this statement sunk in. Humans are fearful of extraterrestrials visiting Earth. Perhaps fortunately, the distances between the stars are prohibitively vast. At least this is what we novices, who are just learning to travel into space, tell ourselves.

I have always been interested in UFOs. Of course, there was the excitement that there could be aliens and other living worlds. But more exciting to me was the possibility that interstellar travel was technologically achievable. In 1988, during my second week of graduate school at Montana State University, several students and I were discussing a recent cattle mutilation that was associated with UFOs. A physics professor joined the conversation and told us that he had colleagues working at Malmstrom Air Force Base in Great Falls, Montana, where they were having problems with UFOs shutting down nuclear missiles. At the time I thought this professor was talking nonsense. But 20 years later, I was stunned to see a recording of a press conference featuring several former US Air Force personnel, with a couple from Malmstrom AFB, describing similar occurrences in the 1960s. Clearly there must be something to this.

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Wer für abweichende Haltungen nur Schweigen übrig hat, verrät das Erbe der Aufklärung

Wo die Moralisten mit erhobenem Zeigefinger die «Unwissenden» zum Schweigen bringen, ist der Kampf um die Vernunft am Ende. (Bild: Imago)
Im Juste Milieu, das sich als fortschrittlich versteht, stösst man mit einer Gegenposition nicht mehr auf Widerspruch, sondern erntet eine peinliche Stille. Das ist gefährlich.

Thomas Ribi | Neue Zürcher Zeitung

Es gibt Dinge, die sind furchtbar einfach: Wer Fleisch isst, handelt verantwortungslos, wer Auto fährt und sein Haus mit Öl heizt, vergeht sich vorsätzlich an der Umwelt, und wer dagegen ist, dass die Grenzen Europas vorbehaltlos für alle offenstehen, ist ein hartherziger Egoist.

Einverstanden, ganz so einfach sind die Dinge natürlich nicht. Aber für manche sind sie es eben trotzdem. Die Signale aus dem Juste Milieu, das sich linksliberal nennt und als Vorhut des gesellschaftlichen Fortschritts versteht, sind auf jeden Fall eindeutig: Man lebt sein Leben, wie alle anderen auch, in einem prekären Dauerkonflikt zwischen Anspruch und Wirklichkeit, aber man achtet peinlich genau darauf, dass die Gesinnung unerschütterlich bleibt. Sie muss das retten, was der Alltag an Konzessionen abfordert. Man ist zumindest Flexitarier, entschuldigt sich verlegen, weil man noch kein Elektroauto fährt, und empört sich über die Unmenschlichkeit einer Migrationspolitik, die darauf pocht, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.

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Bistum Osnabrück will Abendmahl für evangelische Ehepartner öffnen

Die katholischen Bistümer Osnabrück und Paderborn wollen das Abendmahl im Einzelfall für evangelische Ehepartner öffnen.

evangelisch.de

Das katholische Bistum Osnabrück will protestantischen Ehepartnern im Einzelfall die Teilnahme am Abendmahl erlauben. Bischof Franz-Josef Bode begrüße es, dass eine entsprechende Handreichung jetzt veröffentlicht sei, sagte Bistumssprecher Kai Mennigmann am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Wir werden im Bistum Osnabrück in Richtung dieser Orientierungshilfe handeln.“ Die Thematik werde bei der Herbstvollversammlung der katholischen Bischofskonferenz noch einmal aufgegriffen.

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Von der SS „geraubte Kinder“ haben keinen Anspruch auf Entschädigung

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Das Verwaltungsgericht in Köln hat die Klage eines Betroffenen zurückgewiesen. Der Mann wurde als Kind aus Polen verschleppt

Die Presse.com

Von der SS in der Zeit des Nationalsozialismus verschleppte und zwangsarisierte Kinder in Deutschland haben keinen Anspruch auf Entschädigung. Das Verwaltungsgericht Köln wies am Montag die Klage eines Betroffenen zurück. Die Klage richtete sich gegen die Behörde, die seinen Antrag auf einmalige Beihilfe abgelehnt hatte.

Während der NS-Zeit wurden in den von den Deutschen besetzten Gebieten Kinder ihren Eltern weggenommen. Diese „geraubten Kinder“ wurden unter Verschleierung ihrer wahren Identität in sogenannte Lebensborn-Heime gesteckt und später in deutsche Familien vermittelt.

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Neuer Quallenalarm auf Mallorca

Vor Mallorcas Küste sind wieder Portugiesische Galeeren aufgetaucht. Zuletzt wurden Besucher Ende Mai vor den hochgiftigen Quallen gewarnt. Foto: Sabrina Hentschel
Auf Mallorca wird der Badespaß wieder einmal durch Meldungen über gefährliche Meeresbewohner getrübt. Nicht nur giftige Quallen sorgen erneut für Schrecken, auch das Rätseln um einen Weißen Hai verunsichert die Strandbesucher.

Frankfurter Rundschau

Vor der Küste von Mallorca sind nach mehreren Wochen Ruhepause wieder Portugiesische Galeeren gesichtet worden. Die hochgiftigen Quallen hatten bereits Ende Mai auf der Urlaubsinsel für Wirbel gesorgt. Zeitweise war in der Bucht von Palma und an anderen Stränden ein Badeverbot verhängt worden.

Am Sonntag (1. Juli) sei nun ein Exemplar in der Nähe von Calvia im Südwesten Mallorcas entdeckt worden, berichteten mallorquinische Medien. Laut „Mallorca Magazin“ mussten Rettungskräfte bereits am Samstag in Portals Vells am Südzipfel der Baleareninsel mehrere Badegäste aus dem Meer zurück an den Strand holen, nachdem dort mutmaßlich eine Portugiesische Galeere im Wasser schwamm. Kurzzeitig sei an dem Strand auch die rote Flagge gehisst worden, hieß es.

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Kopftuch-Kurs an der TU Berlin sorgt für Empörung

Themenbild
Ein bizarrer Kopftuchbinde-Kurs an der Technischen Universität Berlin sorgt für große Aufregung in den sozialen Netzwerken. Der „Humanistische Pressedienst“ (hpd) und sogar eine österreichische Wochenzeitung berichteten über den Workshop, in dem die Technik des Kopftuchbindens gelehrt wurde.

FOCUS ONLINE

Mit einem Kopftuch bedeckte Frauen und auch zwei Männer blicken fröhlich in die Kamera. Diese Bilder sind im Kurs „Die Technik des Kopftuchbindens erlernen“ entstanden, der an der staatlichen Hochschule während der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 9. Juni stattfand und erst jetzt für hitzige Diskussionen sorgt. Zu Recht. Denn fraglich ist: Wo liegt denn überhaupt der wissenschaftliche Ansatz beim Kopftuchbinden?

60-minütiger Workshop im Haus des Lernens

Der abendliche 60-minütige Workshop im Haus des Lernens der Technischen Universität erfolgte im Anschluss einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Kopftuchverbot für Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen Berlins?“. Mittelpunkt war das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin zum Kopftuchverbot an den Berliner Schulen.

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