Das Ende der Welt ist gewiss


Die Erde wird in rund einer Milliarde Jahre für höheres Leben zu heiß. (imago / Magictorch)
Vor hundert Jahre erschien Oswald Spenglers Werk „Der Untergang des Abendlandes“. Anlass, sich in unserer Serie verschiedene Untergangsszenarien anzusehen, zum Beispiel die kosmische Apokalypse. Die kommt garantiert, weiß Physikerin Sibylle Anderl.

Von Astrophysikerin Sibylle Anderl | Deutschlandfunk Kultur

Fürchten wir Menschen uns heute noch vor den Gefahren des Weltalls? Wenn man die Frage nicht rundheraus verneinen möchte, dann kann man wohl zumindest sagen: Es war schon schlimmer. Und dafür muss man gar nicht erst zurückgehen in Zeiten, in denen der Nachthimmel mit seinen Erscheinungen noch als zeichenhafter Vermittler irdischen Unheils fungierte.

Auch die Aufklärung mit ihrer Entdeckung der Berechenbarkeit des Himmels konnte zunächst nicht viel mehr ausrichten, als die astrologischen durch wissenschaftlich fundierte Ängste zu ersetzen: Dass früher oder später ein Komet mit der Erde kollidieren könnte, ist schließlich nicht weniger beunruhigend als dessen Interpretation als Unglücksbringer. Auch die Erkenntnis, wie sensibel unsere Erde von der Energiezufuhr der Sonne abhängt, ist durchaus geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Zumindest, so lang nicht zweifelsfrei geklärt ist, wie lang wir uns weiterhin auf diese konstante Wärmequelle verlassen können.

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