Was aus den Kindern der hohen NS-Funktionäre wurde


Väter und ihre Kinder: Rudolf Heß (l. o.) und sein Sohn Wolf-Rüdiger (u.), Hermann Göring und seine Tochter Edda (M.), Albert Speer und sein gleichnamiger Sohn Quelle: picture alliance (5)
Bis zuletzt hing Heinrich Himmlers Tochter Gudrun der braunen Ideologie an. Ihr Tod vor wenigen Tagen wirft die Frage auf: Wie gehen Nachfahren von NS-Verbrechern mit ihrer Familiengeschichte um?

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Für seine Eltern kann niemand etwas. Und auch Massenmörder können liebevolle Väter sein. Gudrun Himmler zum Beispiel liebte ihren „Pappi“ abgöttisch, mochte der auch „Reichsführer SS“ und damit hauptverantwortlich für den Holocaust und die Unterdrückung von halb Europa sein.

Zwar trug Himmlers einzige eheliche Tochter nach ihrer Heirat den Namen Burwitz, aber dem Nationalsozialismus blieb sie bis ins hohe Alter treu. Ende Mai 2018 ist sie gestorben, unbeirrt und unbelehrbar. Auf ihrem Grabstein steht „Familie Burwitz-Himmler“.

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