Bundesverteidigungsministerium bekommt Kirchenorgel – da werden Mängel weggebetet

Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin überrascht mit einer neuen Sonderausstattung.

evangelisch.de

Als einziges Bundesministerium in der Hauptstadt verfügt es neuerdings über eine eigene Kirchenorgel, wie der Sprecher des evangelischen Militärbischofs, Roger Töpelmann, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte. In der Bonner Dienststelle des Bundesverteidigungsministeriums gibt es dagegen seit mehr als 30 Jahren ein solches Instrument. Auch die Kapelle des Deutschen Bundestags ist mit einer Orgel ausgestattet.

Das neue Instrument im Bundesverteidigungsministerium in der Berliner Stauffenbergstraße soll am Donnerstag eingeweiht werden.

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Erzapostel Schick nennt Bedingungen für Protestanten

FB-Seite des Bamberger Bischofs Schick. Screenshot: BB
Bambergs Erzbischof Ludwig Schick hat die Bedingungen genannt, unter denen evangelische Ehepartner die Kommunion in seiner Diözese empfangen dürfen. Dazu gehört nicht nur die Anerkennung der sieben Sakramente.

katholisch.de

Im Erzbistum Bamberg können nichtkatholische Partner gemischtkonfessioneller Ehen in Einzelfällen zur Kommunion gehen. Am Mittwoch erklärte Erzbischof Ludwig Schick auf der Internetseite des Erzbistums, die Seelsorger sollten sensibel auf die konkrete Situation jedes Einzelnen eingehen „und sie zu einer persönlichen Gewissensentscheidung für oder auch gegen den Empfang der heiligen Kommunion befähigen“. Dafür müssten jedoch mehrere Voraussetzungen gegeben sein.

Jeder Gläubige müsse um „die einzigartige Bedeutung der Eucharistiefeier wissen“. Dazu gehöre die Pflege einer persönlichen Gemeinschaft mit Jesus Christus.

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Glasfasern als Seismometer

Glasfaserkabel sind nicht nur schnelle Datenleiter, sie eignen sich auch als Erdbebensensoren © Kynny/ iStock
Verräterische Lichtpulse: Die Glasfasernetze der Telekommunikation könnten künftig auch als Erdbebensensoren dienen. Denn wie ein Pilotversuch auf Island belegt, reagieren diese Leitungen auf winzigste Bewegungen des Untergrunds – und verraten dies durch charakteristische Veränderungen ihrer Lichtpulse. Solche gläsernen Detektoren wären daher eine günstige und fast allgegenwärtige Ergänzung zu gängigen Seismometer-Netzwerken, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.

scinexx

Glasfaserkabel sind das Rückgrat der modernen Telekommunikation, denn in ihnen rasen die Daten als Lichtblitze rund um den Globus. Längst bilden diese Kabel daher dichte Netze im Untergrund und überqueren als Seekabel sogar Ozeane. Und genau das macht sie nun auch für Geoforscher interessant. Denn die Datenleitungen liegen genau dort, wo sich Erdbeben und andere Erschütterungen manifestieren – im Untergrund.

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Vatikan: Priester haben keine Erfahrung, Paare auf Ehe vorzubereiten

Headquarter des Konzerns.

Kurienkardinal Kevin Farrell hat eingeräumt, dass Priester nicht die beste Wahl sind, um Paare auf die Ehe vorzubereiten. „Sie haben keine Glaubwürdigkeit; sie haben die Erfahrung nie gemacht“, sagte der Ire, der im Vatikan die Großbehörde für Laien, Familie und Leben leitet.

Vatican News

„Sie kennen vielleicht die Moraltheologie und die Dogmatik in der Theorie, aber das dann jeden Tag in die Praxis umzusetzen… sie haben keine Erfahrung“, so der Kardinal nach Angaben der „Irish Times“. Das Blatt zitierte aus einem Interview, das Farrell der Zeitschrift „Intercom“ der irischen Bischofskonferenz gegeben hatte.

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US-Präsident Trump: Ungeborene haben ein Recht auf Leben – die Geborenen lässt er einsperren

Picture: Tiffany Trump/Facebook
Trump schreibt Brief an Pro-Life-Organisation: „Wir haben alle die Pflicht, das wichtigste und fundamentale Menschenrecht, das Recht auf Leben, zu verteidigen. Als Präsident widme ich mich dem Schutz aller Amerikaner, auch den Ungeborenen“

kath.net

US-Präsident Donald Trump hat vergangene Woche in einem Brief an die Pro-Life-Organisation National to Life Committee, die sich zu einer Tagung mit vielen führenden Lebensrechtsvertretern in Kansas trafen, erneut daran erinnert, dass ungeborene Kinder ein Recht auf Leben haben. „Wir haben alle die Pflicht, das wichtigste und fundamentale Menschenrecht, das Recht auf Leben, zu verteidigen. Als Präsident widme ich mich dem Schutz aller Amerikaner, auch den Ungeborenen“, schreibt Trump in dem Brief. Er erinnert anschließend an sein Pro-Life-Engagement seit dem Antreten als Präsident und dass er der Pro-Abtreibungs-Gruppe Planned Parenthood das Geld gestrichen habe.

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Das Argument der Feinabstimmung der Naturkonstanten

Mehr Wald als gedacht. Bild: bb
In seinem Buch Welt ohne Gott? Eine kritische Analyse des Naturalismus setzt sich der Diplomchemiker und evangelikale Christ Markus WIDENMEYER mit der „Ordnung“ in der Natur auseinander und entwickelt daraus Argumente gegen den (ontologischen) Naturalismus der Naturwissenschaften.

Von Martin Neukamm | Richard-Dawkins-Foundation

Er vertritt sogar den Anspruch, den Naturalismus widerlegt zu haben (z.B. S. 10) und betrachtet den Schluss auf einen göttlichen Ursprung der Welt als Schluss auf die beste Erklärung. Im vorliegenden 3. Teil unserer Buchbesprechung widmen wir uns dem Argument der so genannten Feinabstimmung der Naturkonstanten, die notwendig zu sein scheint, um die Entstehung von Leben im Kosmos zu ermöglichen.

Das Argument der „zweckmäßig“ eingerichteten kosmischen Ordnung

WIDENMEYER (2014) setzt voraus, dass nur bestimmte, a priori sehr unwahrscheinliche kosmische Randbedingungen (die sich wiederum durch bestimmte Naturkonstanten und Naturgesetze ausdrücken lassen) Leben ermöglichen. Folglich brauche es einen Schöpfer, der diese hoch geordneten, zweckmäßigen Bedingungen (oder, wie viele sagen, die Feinabstimmung der Naturkonstanten) sowie das „komplexe Gerüst an physikalischen Naturgesetzen“ hervorgebracht habe. In WIDENMEYERs Buch fällt der Begriff Feinabstimmung (engl. fine-tuning) nicht explizit, aber das Argument lässt sich dort erschließen, wo auf die spezifisch „eingerichtete“ Ordnung des Universums, die Leben überhaupt erst ermögliche, Bezug genommen wird:

„Wir finden ein Universum vor, das in einem unvorstellbaren Grad geordnet und dabei ganz genau so eingerichtet ist, dass es eine hochkomplexe Chemie bis hin zu biologischem Leben geben kann. Seine Ordnung gehorcht mathematischen Prinzipien, die der menschliche Geist unabhängig von Beobachtungen des Universums erfassen kann. Im Rahmen des Naturalismus wäre diese Ordnung ein radikal unerklärlicher Zufall mit einer unvorstellbar geringen Wahrscheinlichkeit. Hier wäre ein völlig ungeordnetes und chaotisches Universum zu erwarten – oder eigentlich viel eher gar nichts.“ (ebd., 195)

„Die einzige funktionierende Erklärung für die unvorstellbare Ordnung einer Welt, die ganz exakt so eingerichtet ist, dass es eine hochkomplexe Chemie, mathematisch formulierbare Strukturen und schließlich Lebewesen geben kann, ist analog dazu [zu menschlicher Kreativität; M.N.] die kreative Konzeption und Erschaffung durch (mindestens) ein äußerst intelligentes Wesen, das auch die Macht besitzt, derartige Pläne zu realisieren. Nur so sind die gigantische Ordnung der physikalischen Welt und ihre mathematische, rationale Verstehbarkeit erklärbar. Eine andere rationale Erklärung gibt es nicht.“ (ebd., 198).

Einwand 1: Die Begrifflichkeiten setzen das zu Beweisende voraus

Zunächst einmal ist es hochproblematisch, von einer eingerichteten Ordnung der Welt zu sprechen, weil damit ein teleologischer Begriff auf die Natur übertragen wird, der schon voraussetzt, was belegt werden soll. Auch der Begriff Feinabstimmung ist kein physikalischer, sondern ein technologischer Ausdruck, der das zu Beweisende voraussetzt. Sofern der Ausdruck metaphorisch benutzt wird, ist die Redeweise unbedenklich, doch WIDENMEYER entwickelt daraus ein ontologisches Argument. Er erkennt aber nicht den fatalen Begründungszirkel: Eine „Welt, die ganz exakt so eingerichtet ist…“, wurde logischerweise eingerichtet (quod erat demonstrandum), aber dass die Welt eingerichtet wurde, das gilt es gerade zu belegen.

Man kann es auch anders formulieren: Alles, was wir wissen, ist, dass wir existieren, weil die Naturgesetze Leben ermöglichen (s. Einwand 4). Die Folgerung, dass die Welt so eingerichtet ist, damit Leben existieren kann, kann dagegen nur als empirisch unbegründete These vorausgesetzt werden (MITTELSTAEDT 2001, 143).

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Amos Oz: „Liebe Fanatiker. Drei Plädoyers“

Fanatismus kann auch Motor für etwas Neues sein: Heute ist Ivrit, das moderne Hebräisch, für die meisten jüdischen Israelis die Muttersprache. (Buchcover: Verlag Suhrkamp; Hintergrundbild: picture alliance / dpa / epa / Olivier Fitoussi)
Der israelische Roman-Schriftsteller Amos Oz meldet sich auch immer wieder mit Essays zu Wort. In „Liebe Fanatiker. Drei Plädoyers“ beschäftigt er sich mit religiösem Fanatismus ebenso, wie mit dem Judentum oder der Zwei-Staaten-Lösung. „Ein Buch, dass jeder lesen sollte, der verstehen will, wie Israel tickt“, sagt Matthias Bertsch im Dlf.

Matthias Bertsch im Gespräch mit Melanie Longerich | Deutschlandfunk

Melanie Longerich: „Herr Bertsch: Ist es nun ein Brief an die Fanatiker, oder doch eher ein Plädoyer gegen Fanatismus?“

Matthias Bertsch: „Also sicher eher das Letztgenannte. Dieses ‚Liebe Fanatiker‘ ist eindeutig ironisch gemeint, und Ironie ist eine der Waffen, die Amos Oz in seinem Kampf gegen Fanatismus auffährt, denn Fanatiker, so seine Diagnose, kennen keine Ironie.“

Longerich: „Worum geht es denn genau in den Essays? Das erste trägt ja den Titel des Buches: ‚Liebe Fanatiker‘.“

Bertsch: „Genau. Das geht zurück auf eine Vortragsreihe, die Oz wenige Monate nach dem 11. September 2001, also nach den Terroranschlägen in den USA, in Tübingen gehalten hat. In dem Essay geht es nicht nur um Terror im Namen des Islam sondern darum, dass Fanatiker aller Couleur bereit sind, für ihre Sache – selbstverständlich immer eine gute Sache – über Leichen zu gehen.“

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Golfstrom-Ringe als Eisentransporter

Der Golfstrom bringt warmes Wasser in den Nordatlantik – aber auch Eisen, wie sich nun zeigt. © NASA/GSFC Scientific Visualization Studio
Überraschende Entdeckung: Der Golfstrom ist nicht nur die Fernheizung des Nordatlantiks, er versorgt ihn auch mit Eisen – einem wichtigen Algendünger. Entscheidend für diesen zuvor unbekannten Transport sind Strömungsringe, die sich vor der US-Küste vom Golfstrom abschnüren, wie Forscher entdeckt haben. Diese Ringe schließen kaltes, eisenreiches Wasser vom Kontinentalhang ein und bringen es ins offene Meer hinaus, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.

scinexx

Für die meisten Algen im Ozean ist Eisen ein essenzielles und limitierendes Spurenelement. Herrscht Eisenmangel im Wasser, hemmt dies auch die Phytoplanktonblüte – und damit die Aufnahme und Bindung von Kohlendioxid aus der Luft. Unter anderen deshalb gab es erste Versuche, das Südpolarmeer mit Eisen zu düngen – allerdings mit eher geringem Erfolg.

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Wölfe versöhnen sich nach einem Streit – Hunde gehen einander aus dem Weg

Konflikte werden bei Wölfen meist ohne Körperkontakt ausgetragen. (Bild: Martin Cathrae (CC BY-SA 2.0))
Das Raubtier und der beste Freund des Menschen tragen Konflikte mit Artgenossen unterschiedlich aus. In einem Wolfsrudel ist es offenbar wichtig, sich schnell wieder zu versöhnen.

Neue Zürcher Zeitung

Wölfe geraten zwar häufiger aneinander als Hunde, aber sie versöhnen sich danach schnell wieder. Dies berichten Forscherinnen vom österreichischen Wolf Science Center (WSC) in Ernstbrunn im Fachjournal «Royal Society Open Science». Die Unterschiede entstanden wohl durch die «Haustierwerdung», die Hunde von sozialen Pflichten untereinander entband.

«Versöhnung» haben Verhaltensforscher zunächst bei Schimpansen und dann auch bei vielen anderen Affen, Wildziegen, Delphinen, Fleckenhyänen, Saatkrähen und Raben nachgewiesen. Bei diesen Tierarten suchen die Beteiligten nach einem Konflikt die gegenseitige Nähe, um wieder Frieden zu schliessen.

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Vorwürfe der libyschen Küstenwache: Der deutsche Kapitän der Lifeline ist sich keiner Schuld bewusst

Das Rettungsschiff „Lifeline“ im Hamburger Hafen unter dem früheren Namen Sea-Watch 2. Foto (von 2016): Hol and / CC BY-SA 4.0
Mit dem EU-Gipfel wird der Aktionsradius der NGOs deutlich eingeschränkt – eine Konsequenz aus einer Kampagne, zu der das Verhalten der Hilfsorganisationen mit beigetragen hat

Thomas Pany | TELEPOLIS

Er sei sich keiner Schuld bewusst, sagt der Kapitän der Lifeline, seine Mission habe 234 Menschen gerettet. Das maltesische Gericht in Valetta ist von der Unschuld des deutschen Kapitäns aber noch nicht überzeugt.

Gegen Hinterlegung von 10.000 Euro Kaution wurde Claus-Peter Reisch auf freien Fuß gesetzt. Seine Bewegungsfreiheit ist auf die Insel begrenzt, er musste den Reisepass abgeben. Das Schiff wurde beschlagnahmt.

Die Lifeline ist angeblich nicht registriert. Gegen den Kapitän der Lifeline wird zudem der Vorwurf erhoben, dass er sich den Anweisungen der libyschen Küstenwache widersetzt und unerlaubterweise Menschen aufgenommen habe, welche die dazu befugte libysche Küstenwache, die die Aufsicht über die Rettungsaktion hatte, sonst wieder zurück nach Libyen gebracht hätte.

Das fügt sich zum politischen Vorwurf, den zuletzt auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron gegenüber den nichtstaatlichen Hilfsorganisationen (NGOs) gemacht hat: Dass sie das Geschäft der Schlepper unterstützen.

Die NGOs argumentieren wie Kapitän Claus-Peter Reisch. Hauptsache sei, Menschenleben zu retten. Dazu gehört auch die Tatsache, dass es in Libyen keinen „sicheren Hafen“ gebe, wegen der grauenhaften Bedingungen in den Lagern für die Migranten. Der libyschen Küstenwache machen sie den Vorwurf, dass sie brutal vorgeht und nicht die Menschen im Blick hat, sondern Gehilfin einer harten Abschottungspolitik der Europäer ist.

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Testosteron steuert Konsumverhalten

Teure Jacke, dicke Zigarre und edler Champagner: Warum konsumieren Männer solche Statussymbole? © Porpeller/ istock
Materielles Imponiergehabe: Ob Rolex-Uhr oder Luxus-Auto – der Hang, sich solche Statussymbole zu kaufen, wird bei Männern vom Testosteronspiegel beeinflusst. Wie eine Studie enthüllt, verstärkt das männliche Sexualhormon das Imponierverhalten und verleitet die Herren der Schöpfung zum Konsum von Luxusgütern. Ähnliche Zusammenhänge sind auch aus dem Tierreich bekannt, wie Forscher berichten: nur dass Tiere mit ihrem Geweih oder ihrem Federkleid angeben anstatt mit ihrem dicken Auto.

scinexx

Während der Paarungszeit ziehen die Männer der Tierwelt eine wahre Show ab: Es geht darum zu zeigen, wer der Schönste, der Stärkste, der Beste ist – und so die Gunst der Weibchen zu erlangen. Zu diesem Zweck trällern Vogel-Männchen etwa Balzgesänge und imponieren Hirsche mit ihrem prächtigen, frisch gewachsenen Geweih.

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Expertin: „Libysche Küstenwache in Menschenschmuggel involviert“

Themenbild. dpa
Seit knapp einem Monat gehen Italien und Malta gegen die privaten Seenotretter im Mittelmeer vor. Die EU arbeitet mit Syrien zusammen. Laut Helfern hat dies tödliche Folgen. Im Juni starben fast 700 Menschen auf See. Expertin: „Libysche Küstenwache in Menschenschmuggel involviert“.

MiGAZIN

Das Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer spitzt sich zu: Während Italien und Malta die private Seenotrettung behindern, starben innerhalb von drei Tagen 218 Menschen während der Überfahrt. Bei Unglücken von Flüchtlingsbooten seien vor der libyschen Küste am Freitag 104 und am Sonntag 114 Menschen ums Leben gekommen, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf. Der Monat Juni, in dem Italien die Häfen für private Rettungsschiffe schloss, war laut Helfern der Monat, in dem seit fünf Jahren die meisten Menschen im Mittelmeer umkamen. Insgesamt verloren dort nach UN-Angaben im Juni 692 Geflohene ihr Leben.

Die privaten Seenotrettungsorganisationen kritisierten das Vorgehen gegen sie durch Italien und Malta, und dass die Seenotrettung der libyschen Küstenwache überlassen werde. Die privaten Rettungsschiffe würden am Auslaufen gehindert, das habe direkte Auswirkungen auf die Zahl der Ertrunkenen im Mittelmeer.

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Amesbury: Zwei Menschen nach Kontakt mit „unbekannter Substanz“ in Klinik

  • Im britischen Amesbury schweben zwei Menschen nach Kontakt mit einer unbekannten Substanz in Lebensgefahr.
  • Amesbury liegt nur wenige Kilometer von Salisbury entfernt, wo im März ein Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Skripal verübt wurde.

Süddeutsche Zeitung

Im britischen Amesbury sind zwei Menschen nach Kontakt mit einer „unbekannten Substanz“ ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ein Mann und eine Frau schwebten in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Polizei bewertet den Vorfall als „schwerwiegend“.

Gefunden worden seien sie bereits am Samstagabend. Sie befinden sich den Angaben zufolge in einem kritischen Zustand und werden im Salisbury District Hospital behandelt.

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Weird Bright Spots on Ceres Get a Close-Up from Dawn As Mission Nears End

This mosaic of a prominent mound on the floor of Ceres‘ Occator Crater was captured by NASA’s Dawn spacecraft on June 22, 2018, from an altitude of about 21 miles (34 kilometers). Credit: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
NASA’s Dawn spacecraft has gotten its best-ever looks at the weird bright spots that speckle the dwarf planet Ceres.

By Mike Wall | SPACE.com

Early last month, Dawn maneuvered its way to a new orbit around Ceres, an elliptical path that takes the probe within a mere 21 miles (34 kilometers) of the dwarf planet on nearest approach. That’s more than 10 times closer than Dawn had gotten previously during its three-plus years at Ceres.

The views from this low altitude are amazing, as some newly released imagery of the 57-mile-wide (92 km) Occator Crater shows. [In Pictures: The Changing Bright Spots of Dwarf Planet Ceres]

Occator’s floor hosts odd bright deposits, which Dawn discovered during its approach to Ceres in early 2015. Subsequent observations by the probe revealed that the bright stuff, which also occurs at several other locations around Ceres, consists of sodium carbonate.

Scientists think this material was left behind when salty water boiled away into space. But it’s unclear where exactly that water came from. Was it concentrated in reservoirs near the surface? Or did it snake up to the surface via fissures from deep underground?

The newly released photos of Occator, which Dawn captured on June 14 and 22, could shed light on this mystery by painting a more complete picture of the crater floor, mission team members said.

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Forschungsprojekt untersucht Medikamententests in Bethel

Das diakonische Unternehmen Bethel lässt Arzneimitteltests an Kindern in Bethel in der Zeit zwischen 1949 und 1975 erforschen.

evangelisch.de

Ergebnisse zur Frage, ob und wie an Kindern und Jugendlichen in Bethel neue Medikamente getestet wurden, werden für Ende des Jahres erwartet, wie die v. Bodelschwinghschen Stiftungen am Dienstag in Bielefeld erklärten. Ausgewertet würden dazu rund 300 Patientenakten. Ein Abschlussbericht soll im Jahr 2019 vorliegen, hieß es.

Das Forschungsprojekt hatte Bethel im vergangenen Jahr gestartet, nachdem eine Pharmakologin bei ihren Forschungen auf Daten von Medikamententests durch die Pharmaindustrie an Kindern und Jugendlichen in Wohlfahrtseinrichtungen gestoßen war.

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Seyran Ates will liberales Islam-Institut gründen: „Wir werden jetzt auch laut“

Die Menschenrechtsanwältin und Moschee-Gründerin Seyran Ates plant die Gründung eines liberalen Islam-Institutes. „Dann hört uns die Politik vielleicht auch mal zu“, hofft sie.

DOMRADIO.DE

„Wir brauchen in Deutschland eine Akademie eines modernen zeitgemäßen Islams“, sagte Ates am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Das Institut soll nach ihren Vorstellungen aus der von ihr im Juni 2017 gegründeten Ibn-Rushd-Goethe-Moschee heraus entstehen und liberalen Muslimen wie dem Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi eine Plattform bieten.

Zugleich kritisierte Ates erneut, dass im Beirat des künftigen Zentralinstituts für Islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität (HU) nur konservative Islamverbände vertreten sein werden. Die Konservativen seien zahlenmäßig nicht viele in Deutschland, aber „sehr laut“. Davon lasse sich die Politik offenbar beeindrucken, sagte Ates.

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Ein Massengrab aus der Jungsteinzeit erzählt vom Krieg vor 7000 Jahren

Das Massengrab von Halberstadt während der Ausgrabungen mit farblicher Markierung der einzelnen Individuen. (Bild: © LDA Sachsen-Anhalt / Christian Meyer)
Ein Haufen von Leichen, alle männlich, alle ortsfremd: Die Archäologen in Sachsen-Anhalt haben eine Theorie, was zur Zeit der ersten Ackerbauern in Halberstadt geschehen sein könnte.

Esther Widmann | Neue Zürcher Zeitung

Ihre Väter und Mütter waren noch auf die Jagd gegangen und hatten Haselnüsse, Beeren und Kräuter gesammelt. Sie aber, die neue Generation, hatte Kühe, Schweine, Schafe und Ziegen. Sie wussten, wie die guten Böden aussahen, feinkörnig, leicht zu bearbeiten und sehr fruchtbar. Für ihre Felder hieben sie die Bäume um, die auf diesen Böden standen, und aus den Stämmen machten sie Pfosten für ihre riesigen Häuser, acht Meter breit und 40 Meter lang. Ihr Geschirr und ihre Töpfe bezeichnen Archäologen mehr als 7000 Jahre später wegen der Verzierung als «Linearbandkeramik» und die Zeit, in der die ersten Ackerbauern in Mitteleuropa lebten, als «Jungsteinzeit» oder «Neolithikum».

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Finanzskandal um Päpstlichen Chor

© Bild: KNA
Um den ältesten Chor der Welt rankt sich ein Skandal: Der Vatikan hat den Direktor des Päpstlichen Chores der Sixtinischen Kapelle wegen Missmanagement entlassen. Nun soll er verschwunden sein.

katholisch.de

Der Päpstliche Chor der Sixtinischen Kapelle (Cappella Musicale Pontificia Sistina) soll in einen Finanzskandal verwickelt sein. In einer ersten Reaktion habe der Vatikan den bisherigen Direktor, Michelangelo Nardella, umgehend entlassen, berichtete die Zeitung „Il Fatto Quotidiano“ am Dienstag. Zudem würden für die kommenden Wochen angesetzte Konzerte des weltberühmten Chores ausfallen. Laut dem Bericht offenbarten die Bücher des Chores große Verluste und Missmanagement durch Direktor Nardella.

Neben den wirtschaftlichen Problemen habe das Staatssekretariat des Vatikan auch gefälschte Unterschriften auf den Rechnungsdokumenten des Chores entdeckt. Die Unstimmigkeiten seien demnach in Zusammenhang mit den zahlreichen Konzertreisen im Ausland aufgetreten.

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Nordafrika bildet eine besorgniserregende Ausnahme

Der Weizenanbau in Afrika verschlingt große Mengen an Wasser Quelle: AFP/Getty Images
Eigentlich liegen auf der ganzen Welt so viele Nahrungsmittel auf Lager, um die Bevölkerung vier Monate damit zu versorgen. In zwei Regionen ist die Situation jedoch verheerend. Mit schwerwiegenden Folgen für Europas Flüchtlingspolitik.

Von Michael Gassmann | DIE WELT

Weltweit gesehen ist die Versorgungslage bei landwirtschaftlichen Rohstoffen so gut wie seit Langem nicht. Die Produktion bei den meisten Getreidesorten, Fleisch, Milcherzeugnissen und Fisch hat nach dem aktuell vorgestellten Agrarausblick auf das kommende Jahrzehnt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der FAO, der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (UN), inzwischen Rekordhöhen erreicht, auch die Getreidevorräte liegen auf einem Spitzenlevel. „Es liegt genug auf Lager, um die Weltbevölkerung vier Monate lang zu ernähren“, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría.

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