Glasfasern als Seismometer


Glasfaserkabel sind nicht nur schnelle Datenleiter, sie eignen sich auch als Erdbebensensoren © Kynny/ iStock
Verräterische Lichtpulse: Die Glasfasernetze der Telekommunikation könnten künftig auch als Erdbebensensoren dienen. Denn wie ein Pilotversuch auf Island belegt, reagieren diese Leitungen auf winzigste Bewegungen des Untergrunds – und verraten dies durch charakteristische Veränderungen ihrer Lichtpulse. Solche gläsernen Detektoren wären daher eine günstige und fast allgegenwärtige Ergänzung zu gängigen Seismometer-Netzwerken, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.

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Glasfaserkabel sind das Rückgrat der modernen Telekommunikation, denn in ihnen rasen die Daten als Lichtblitze rund um den Globus. Längst bilden diese Kabel daher dichte Netze im Untergrund und überqueren als Seekabel sogar Ozeane. Und genau das macht sie nun auch für Geoforscher interessant. Denn die Datenleitungen liegen genau dort, wo sich Erdbeben und andere Erschütterungen manifestieren – im Untergrund.

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