Seyran Ates will liberales Islam-Institut gründen: „Wir werden jetzt auch laut“


Die Menschenrechtsanwältin und Moschee-Gründerin Seyran Ates plant die Gründung eines liberalen Islam-Institutes. „Dann hört uns die Politik vielleicht auch mal zu“, hofft sie.

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„Wir brauchen in Deutschland eine Akademie eines modernen zeitgemäßen Islams“, sagte Ates am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Das Institut soll nach ihren Vorstellungen aus der von ihr im Juni 2017 gegründeten Ibn-Rushd-Goethe-Moschee heraus entstehen und liberalen Muslimen wie dem Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi eine Plattform bieten.

Zugleich kritisierte Ates erneut, dass im Beirat des künftigen Zentralinstituts für Islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität (HU) nur konservative Islamverbände vertreten sein werden. Die Konservativen seien zahlenmäßig nicht viele in Deutschland, aber „sehr laut“. Davon lasse sich die Politik offenbar beeindrucken, sagte Ates.

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