Hans Joas über „Die Macht des Heiligen“


Verdunstet der Glaube an Gott in der säkularen Welt? Professor Hans Joas erklärt in seinem Buch „Die Macht des Heiligen“ was wir eigentlich meinen, wenn wir heute von säkularer Welt, von Entzauberung und vom Heiligen sprechen.

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Mit den alten Propheten der Bibel hat alles angefangen. Die hatten genug von Rauchopfern und anderen Bestechungsversuchen, mit denen die Menschen danach trachteten, Gott auf ihre Seite zu bringen. „Menschen versuchen das Heilige zu beherrschen und für ihre eigenen Zwecke einzusetzen“, sagt Joas, „sie verehren nicht das Göttliche, sondern wollen Gott dazu bringen, durch die Größe ihrer Opfer oder durch die strikte Einhaltung bestimmter Vorschriften, das zu tun, was sie sich wünschen“.

So funktioniert Glaube nicht, warnen schon die alten Propheten. Ein Fußballer macht vor dem Spiel ein Kreuzzeichen und meint damit, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, von Gottes Gnaden mehr Tore zu schießen. Auf diese magische Zauberkraft zu setzen, ist reiner Aberglauben.

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