Klimaerwärmung


Grafik: TP
Die besten Beispiele für Heuchelei finden sich natürlich in den Worten und Taten von Politikern, die den Klimawandel leugnen. Viele haben buchstäblich den Kopf in den Sand gesteckt, wenn es um diese Bedrohung geht.

Michael E. Mann, Tom Toles | TELEPOLIS

Ein bekanntes Beispiel gab der republikanische Präsidentschaftsanwärter Mitt Romney ab, als er in den letzten Wochen der Präsidentschaftskampagne 2012 die Besorgnis von Präsident Barack Obama über den „Anstieg der Ozeane“ verspottet hatte. Sein Timing was jedoch ungewöhnlich schlecht. Sein Angriff erfolgte nur wenige Wochen bevor der Supersturm Sandy katastrophal über das Land fegte. Als dann der Wahltermin näher rückte, reisten Präsident Obama und Gouverneur Chris Christie, in einer überparteilichen Demonstration von Stärke und Engagement, gemeinsam die verwüstete Küste von New Jersey entlang, die nun Symbolcharakter hatte. Der Anstieg des globalen Meeresspiegels hatte eine zusätzliche Verwüstung von 65 Quadratkilometern und einem zusätzlichen Schaden von mindestens zwei Milliarden Dollar beschert.

Zieht man weiter nach Norfolk in Virginia, dem weltgrößten Marinestützpunkt, der dort wesentlich zur Wirtschaft beträgt, wird eines deutlich: Die gesamte Hampton Roads Region ist bereits heute vom Klimawandel bedroht und wird immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht, wenn Sturmfluten und Gezeitenhochwasser gemeinsam auftreten. Die dortigen Erfahrungen haben gezeigt, dass der Meeresspiegel momentan alle 50 Jahre um 30 Zentimeter ansteigt.

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