Ostsee: Beispielloser Sauerstoffschwund


Blick über das finnische Schärenmeer – hier enthüllte ein Bohrkern das Ausmaß des aktuellen Sauerstoffschwunds. © Kari Mattila/ The Archipelago Research Institute
Marine Todeszone: Der heutige Sauerstoffschwund in der Ostsee ist historisch einmalig. Denn nie zuvor in den letzten 1.500 Jahren war die sauerstoffarme „Todeszone“ dieses Meeres so ausgeprägt. Das belegen Analysen eines Sedimentbohrkerns aus dem finnischen Schärenmeer. Überraschend dabei: Der ausgeprägte Sauerstoffschwund setzte schon Anfang des 20. Jahrhunderts ein – und damit Jahrzehnte früher als bisher gedacht, wie die Forscher berichten.

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Die Ozeane weltweit leiden zunehmend unter „Luftnot“: Vor allem in tieferen Wasserschichten nimmt der Sauerstoffgehalt des Meerwassers immer weiter ab – teilweise so stark, dass keine Meerestiere mehr dort leben können. Solche sauerstoffarmen „Todeszonen“ finden sich bereits im Golf von Mexiko, im Schwarzen Meer, im Golf von Oman und im Indischen Ozean, aber auch im offenen Atlantik und in der Ostsee.

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