Yad Vashem lehnt Erklärung zu polnischem Holocaust-Gesetz ab


Die Gedenkstätte Yad Vashem hat die gemeinsame Erklärung Polens und Israels zum umstrittenen polnischen Holocaust-Gesetz als fehlerhaft zurückgewiesen. Das Papier enthalte „schwerwiegende Irrtümer und Täuschungen“.

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Eine sorgfältige Durchsicht der Erklärung durch Yad-Vashem-Historiker zeige, „dass die historischen Behauptungen, die als unangefochtene Tatsachen präsentiert werden, in der gemeinsamen Erklärung schwerwiegende Irrtümer und Täuschungen enthalten“, heißt es in einer Stellungnahme der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem vom Donnerstag.

Damit bleibe das Wesen des Gesetzes auch nach seiner Abänderung unverändert. Die Gedenkstätte sehe sich in der Pflicht, auf die historischen Ungenauigkeiten und die Gefahr eines Schadens für die Diskussionsfreiheit über den Holocaust hinzuweisen.

Polnische Hilfe für Juden sei „relativ selten“ gewesen

Historisch umstritten sei etwa die Rolle der polnischen Exilregierung und des polnischen Untergrunds. Laut Yad Vashem scheiterte die polnische Resistenz nicht nur in vielen Fällen beim Versuch, Juden zu helfen, sondern „war auch nicht selten aktiv beteiligt an ihrer Verfolgung“.

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