Islam-Institut: Unterwerfung unter das Diktat einer Minderheit alten Geistes


Die Studentenvertreter werfen der Universität vor, sie gebe Werte auf und öffne religiöser Intoleranz Tür und Tor. Bild: dpa
Mit dem neuen Islam-Institut verrät die Humboldt-Universität ihre Toleranztradition. Die liberalen Muslime in Berlin werden jetzt und künftig ausgegrenzt.

Von Regina Mönch | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Stur und illoyal – das ist der Vorwurf, der in der Hauptstadt jetzt immer häufiger zu hören ist, wenn es um das künftige Islam-Institut der Humboldt-Universität geht. Die Vorwürfe richten sich nicht nur an das Kuratorium der Universität, sondern auch an den Berliner Senat. Dessen Unbelehrbarkeit in Sachen rationaler Vernunft ist bekannt, seine Unterstützung der konservativen und Scharia-Islamverbände daher wenig überraschend. Doch allein sie in den Beirat der künftigen Islam-Theologie berufen zu lassen ist dann noch einmal eine Steigerung, denn auch in Berlin leben sehr viele liberale Muslime, und die werden jetzt und künftig ausgegrenzt. Bis hinein in die angeblich neutral-staatlichen Schulen, denn für sie soll das geplante Islam-Institut Religionslehrer ausbilden. Über die Studieninhalte und spätere Lehrinhalte darf der Beirat mitentscheiden, dessen Zusammensetzung nun schon seit Monaten für Empörung sorgt.

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