Papst prangert „Heuchelei“ bei Anti-Migrations-Kurs an


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
In Italien lässt die Regierung private Seenotretter nicht mehr in die Häfen und auch Deutschland verschärft seinen Kurs gegenüber Flüchtlingen. Das wollen weder Papst noch deutsche Kirchenvertreter unkommentiert geschehen lassen.

katholisch.de

Im Streit um Flüchtlinge hat Papst Franziskus die „nutzlose Heuchelei“ der Menschen kritisiert, die Migranten nicht helfen und sich „die Hände nicht schmutzig machen wollen“. Die Menschen würden verschlossen „gegenüber denen, die wie wir ein Recht auf Sicherheit und auf Bedingungen für ein würdiges Lebens haben „, sagte Franziskus am Freitag bei einem Gottesdienst für Migranten im Petersdom. Statt Brücken würden Mauern gebaut – sowohl in der Wirklichkeit als auch in den Köpfen.

Vor fünf Jahren besuchte Franziskus Lampedusa

Anlass der Messe war der fünfte Jahrestag des Besuchs des Papstes auf Lampedusa. Die italienische Insel gilt als Symbol für die Migrationskrise, weil dort jahrelang Migranten ankamen und sich 2013 ein schweres Unglück mit mehr als 360 Toten ereignet hatte.