Trump „wird ernten, was er sät“ – China schlägt im Zollstreit zurück


Das Schiff Peak Pegasus auf dem Weg zum Hafen Dalian. Zur Umgehung der Zölle hätte es Stunden früher anlegen müssen Quelle: REUTERS
Nachdem US-Präsident Trump die Chinesen mit Strafzöllen angreift, reagiert das Land und setzt selbst erhöhte Zölle in Kraft. Es ist erst der Anfang einer Eskalation, deren Ende nicht absehbar ist – und weltweite Folgen haben wird.

Von Jan Dams, Johnny Erling, Birger Nicolai | DIE WELT

Manchmal entscheiden wenige Stunden über ein gutes oder möglicherweise gar kein Geschäft. Das war auch dem Kapitän des Frachtschiffs Peak Pegasus klar. Am frühen Freitagabend versuchte er noch, seinen unter liberianischer Flagge laufenden Frachter rechtzeitig in den nordchinesischen Hafen Dalian zu bringen. Sein Ziel: Die Peak Pegasus sollte eingelaufen sein, bevor die Regierung in Peking ihrerseits mit Zöllen auf Amerikas Strafzölle reagiert.

Wenn die Daten, die sich auf Internetseite www.marinetraffic.com finden, korrekt sind, dann ging das Schiff 17:07 Uhr lokaler Zeit vor Anker. Und damit wohl viel zu spät. Denn um 12:01 Uhr hatte China seine Vergeltungszölle auf amerikanische Waren im Volumen von ebenfalls 34 Milliarden Dollar erhoben. Im „Tit for Tat“ – bei dem Gleiches mit Gleichem vergolten wird – hat die Regierung Chinas damit die nächste Runde eingeläutet. Für eine ganze Reihe von Exportwaren aus den USA wird es nun in China teurer.

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