Trumps Treffen mit Putin schürt Ängste in transatlantischen Kreisen


Bild: Weißes Haus
Die konservative Heritage Foundation entlarvt mit einer Erinnerung, an was Trump zu denken hat, das krude Weltbild hinter der Eskalation des Konflikts mit Russland

Florian Rötzer | TELEPOLIS

In den USA werden die transatlantischen Kreise schon im Vorlauf des Treffens von Donald Trump mit Wladimir Putin in Helsinki nervös. Offenbar wird befürchtet, dass der seit vielen Jahren gepflegte und vor allem seit 2014 eskalierte Konflikt mit Russland von Trump nicht weitergeführt wird. Schließlich hat Trump seinen Respekt vor Putin schon lange bekundet und lagen seine Absichten offen, vielleicht schon allein in Abkehr zu Barack Obamas Politik in seiner zweiten Amtshälfte, mit Russland bessere Beziehungen zu pflegen.

Mit aller Macht haben schon während des Wahlkamps, als sich ein Sieg von Trump abzeichnete, nicht nur die Demokraten, sondern auch die transatlantisch gesonnenen Republikaner mit einem Ressentiment gegen Russland noch aus dem Kalten Krieg sowie einflussreiche Kreise im Umfeld des Militärs, der Geheimdienste und der Rüstungskonzerne mit allen Mitteln versucht, jede Annäherung der Trump-Mannschaft an Russland zu verhindern oder diese zu kriminalisieren.

Mittlerweile hat sich aber die Position von Trump gefestigt, weil ihm direkt nichts nachzuweisen scheint und weil er mit seiner Devise, Amerika wieder groß zu machen, den Rüstungsetat massiv aufstockte und bislang die antirussische Politik mit Sanktionen, der Aufstockung des Militärs in Europa, dem Vorgehen gegen Assad, der Ausweisung von Diplomaten wegen Skripal und der Lieferung von Waffen an die Ukraine zu bestätigen schien.

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