Ermittler der NSU-Morde: „Ich hab’s nicht glauben können“


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Nach fünf Jahren endet am Mittwoch der NSU-Prozess. Zuvor hatte es elf Jahre gedauert, bis die rechte Terrorzelle entdeckt wurde. „Die ermittlerische Phantasie hat damals nicht gereicht“, sagt ein Ermittler.

Von Holger Schmidt | tagesschau.de

Die Ermittlungen im Fall „NSU“ begannen mit einem gescheiterten Banküberfall. Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatten am Morgen des 4. November 2011 eine Sparkasse in Eisenach überfallen und flüchteten mit einem Wohnmobil. Als die Polizei sie kurz darauf kontrollieren wollte, zündeten sie das Wohnmobil an und erschossen sich.

Vom Bankraub zum Polizistenmord

Beim Durchsuchen des Wohnmobils fanden die Beamten nicht nur die Leichen der beiden Männer, sondern auch ein umfangreiches Waffenarsenal, erinnert sich Einsatzleiter Michael Menzel: „Da war eigentlich schon klar, dass das wahrscheinlich Täter sind, die nicht nur diesen einen Bankraub verübt haben.“ Dennoch sei das Erstaunen groß gewesen, als die Ermittler in der Nacht die Waffe P2000 gefunden hatten, denn: „Wir haben den Treffer bekommen, dass das die Waffe von unserer verstorbenen Kollegin Kiesewetter ist.“

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