Teils hunderte Kilometer: Elektrische Felder lassen Spinnen fliegen


Das Phänomen fliegender Spinnen ist seit Langem bekannt. (Foto: Michael Hutchinson/dpa)
Sie haben keine Flügel, fliegen aber trotzdem: Einige Spinnen lassen sich an Fäden baumelnd über weite Strecken durch die Luft tragen. Der Wind ist dabei wohl nicht das einzige Transportmittel.

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Einige Spinnen können elektrische Felder in der Luft wahrnehmen und sich mit ihrer Hilfe transportieren lassen. Sie spüren die Elektrizität mit winzigen Haaren an ihrem Körper, berichten Forscher der University of Bristol im Fachblatt „Current Biology“. „Wir wissen nicht, ob elektrische Felder nötig sind, um das ‚Luftschiffen‘ der Spinnen zu erlauben“, erläutert Erica Morley. „Wir wissen aber, dass sie dazu ausreichen.“

Das Phänomen fliegender Spinnen ist seit Langem bekannt. Die Tiere klettern dazu auf eine Anhöhe, etwa eine Blüte, stellen sich auf die Zehenspitzen und recken ihren Hinterleib in die Höhe. Dann bilden sie mehrere Seidenfäden, die sie auffächern, und werden schließlich an ihnen baumelnd in die Luft gehoben. Sie können auf diese Weise hunderte Kilometer überwinden.

Im Altweibersommer fallen häufig die Netze der Baldachinspinnen (Linyphiidae) auf, die sie meist in Bodennähe auf Wiesen spinnen. Die Fäden, an denen sie durch die Luft segeln, sollen einer Erklärung zufolge an die Haare alter Frauen erinnern – daher womöglich der Name Altweibersommer.

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