Papst-Gesandter warnt vor Mafia-Geschäften in Međugorje


Ein Bild aus der Pilgerstadt Međugorje in Bosnien-Herzegowina. – APA/AFP/ELVIS BARUKCIC
Die Camorra soll mit der Organisation von Pilgerreisen und mit Hotels im nicht unumstrittenen Wallfahrtsort starke Gewinne machen, warnt Erzbischof Henryk Hoser.

Die Presse.com

Der Papst-Gesandte für Međugorje, Erzbischof Henryk Hoser, hat vor dem Eindringen der Mafia im bosnisch-herzegowinischen Wallfahrtsort gewarnt. Angesichts des starken Pilgerstroms, unter anderem aus Süditalien, sei die Präsenz der neapolitanischen Camorra im Wallfahrtsort stark, sagte Hoser nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Il Giornale“ (Montagsausgabe) in einer Predigt.

Hoser bezog sich auf Berichte lokaler Medien, wonach die Camorra mit der Organisation von Pilgerreisen und mit Hotels in Međugorje starke Gewinne mache. Hinzu würden lokale Souvenirgeschäfte Mitbringsel verkaufen, die von durch die Camorra unterwanderten Unternehmen im neapolitanischen Raum produziert würden. Der einflussreiche Camorra-Clan Casalesi unterhält laut den Ermittlungern gute Beziehungen zur bosnischen Kriminalität.

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