Wildbook und seine Follower


Bild: wildbook.org
Wildbook soll das Facebook für Tiere in freier Wildbahn werden. Fast jedenfalls

Harald Taglinger | TELEPOLIS

Gut, auf den ersten Blick möchte man meinen, dass Wildbook nun endlich der neue Name für den Dating Service von Facebook sein soll, den Zuckerberg Ende April lanciert hat. Mitnichten. Bei Wildbook handelt es sich um ein ernstzunehmendes Projekt aus der akademischen Ecke, und dabei soll es auch um Arterhaltung gehen. Allerdings sind Menschen dabei eher nicht die Zielgruppe.

Es handelt sich um eine Plattform, die mit den MItteln von Socila Media und mittels einer – sagen wir – Elefantenerkennung auf Artificial-Intelligence-Basis helfen soll, vor allem selten vorkommende und eher im Aussterben befindliche Tierarten über Aufnahmen ihrer Exemplare zu katalogieren. Also kurz gesagt: Wir fotografieren alle wilde Tiere, laden die Aufnahmen in die Cloud und dann kommt AI daher und sagt: Ja, das ist doch die Tante Elefantenkuh, und ihre drei Kinder erkenne ich auch auf dem Bild. Daraus bilden sich dann digitale Herden und Rotten ab. Der Bestand einer Tierart wird geocoded dokumentiert.

Und so können wir uns alle glücklich und zufrieden wieder der Artenausrottung widmen. Ist ja jetzt alles im Netzwerk.

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