Das Kreuz und die billige Münze


Das Kreuz mit den Religionen
Es kam, wie es kommen musste: In Bayern verweigern sich Behördenchefs, den Kreuz-Erlass umzusetzen. Ein Landrat im mittelfränkischen Roth, gläubiger Protestant mit Kreuz im Büro, gab die Devise aus: „Wir leben im Landratsamt sehr nach christlichen Grundsätzen, das ist wichtiger als irgendeine Äußerlichkeit, die man unter Zwang aufhängt.“

Andreas Püttmann | katholisch.de

Ich habe die Präsenz des Kreuzes in Schulen und Gerichten – wo sie Tradition hat – immer verteidigt. Als Zeichen selbstloser Liebe, höherer Gerechtigkeit, Leid und Tod überwindender Hoffnung haben Generationen von Christen das Kreuz verehrt, in Not bestürmt, im Leiden umklammert, ihren Kindern auf die Stirn gezeichnet und am Ende ihres Laufs mit ins Grab genommen. „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben“, glauben wir. Unter dem Kreuz wuchs in Europa eine Hochkultur, in der die Menschenwürde, durch Rückfälle und Irrtümer hindurch, mehr und mehr ins Bewusstsein rückte. Mit dem Grundgesetz sogar in den Rang des zentralen Staatszwecks.

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