Integration durch religiöse Bildung: Und was glaubst du?


Hilft religiöse Bildung bei der Integration? Viele Pädagogen sind davon überzeugt (Symbolbild). (pan xiaozhen / Unsplash)
Kann interreligiöse Bildung in Kindertagesstätten und Grundschulen dazu beitragen, dass Geflüchtete besser ankommen? Die Hochschule Emden/Leer widmet dieser Frage ein Forschungsprojekt.

Von Brigitte Lehnhoff | Deutschlandfunk Kultur

Die Kindertagesstätte der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde im Emdener Stadtteil Borssum. Mittagszeit in der Cafeteria. Sie liegt im Zentrum des Hauses, jeder, der kommt oder geht muss den Raum durchqueren. Jeder kann also auch den kleinen Extratisch sehen, der dort seit dem vergangenen Jahr steht. Auf ihm sind ausgestellt:

Kinder: „Ein Kreuz. – Ein Martin-Luther-Bild. – Ein Kirchenschlüssel. – Die Bibel. – Eine Kerze. – Ein Becher. – Eine Martin-Luther-Spielfigur. – Von Playmobil.“

Gertraud Reeners: „Also zu unserem Tisch werden weitere Sachen noch, sei es zum Abendmahl oder auch weitere neue Bücher hinzukommen, auch vielleicht dann wichtige Dinge, die zum Beispiel zum Islam gehören.“

Gertraud Reeners ist die Leiterin der Kindertagesstätte. 123 Kinder werden hier betreut. Jedes sechste kommt aus einer Zuwanderer- oder Flüchtlingsfamilie. Auch die religiöse Identität dieser Kinder, ob sie nun aus Syrien kommen, aus dem Irak oder Afghanistan, soll im Kita-Alltag vorkommen. Im Grunde sei das nichts Neues:

„Wir arbeiten schon lange integrativ und haben dieses Thema immer bei uns in der Arbeit mit drin gehabt, da wir viele Migrantenfamilien auch betreuen.“

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