Betroffenenverband kritisiert Meldepflicht beim Psychiatriegesetz


Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener hat auch den geänderten Entwurf des bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG) kritisiert.

evangelisch.de

Wie der Betroffenenverband am Dienstag mitteilte, lehnt er die Meldepflicht von Personen an die Polizei ab, die in der Unterbringung waren, wie es der neue Gesetzentwurf vorsieht. Personengruppen mit psychiatrischer Diagnose würden dabei als potenziell gefährlich eingestuft, ohne den Einzelfall zu betrachten. Das sei „diskriminierend“ und unterlaufe die ärztliche Schweigepflicht. Der Betroffenenverband sieht darin immer noch den Geist der heftig kritisierten „Unterbringungsdatei“, die psychisch Kranke vor allem als Gefährder gesehen habe.

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