Kirche in Dortmund hält trotz rechter Drohungen an Kirchenasyl fest


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der evangelische Kirchenkreis Dortmund hat eine eigene Strategie für ein erfolgreiches Kirchenasyl trotz rechtsextremer Drohungen entwickelt. „Wir gehen in Dortmund einen eigenen Mittelweg“, sagte Pfarrer Friedrich Stiller, der in dem Kirchenkreis für die Erstberatung Kirchenasyl zuständig ist, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Jana Hoffmann | evangelisch.de

Wegen Drohungen aus der Dortmunder Neonazi-Szene werde die Öffentlichkeit zwar darüber informiert, dass es ein Kirchenasyl im Kirchenkreis gebe. Der Name der Gemeinde werde aber nicht genannt.

Die Evangelische Christuskirchengemeinde in Lütgendortmund hatte seit Februar 2018 einer irakischen Familie Kirchenasyl gewährt. Die konkreten Umstände veröffentlichte der Kirchenkreis erst, nachdem das Kirchenasyl abgeschlossen war. Nach Stillers Worten ist Kirchenasyl grundsätzlich öffentlich gedacht. „Wir wollen ja, dass Menschen sich mit den Geflüchteten solidarisieren, und auf die dahinterliegende Problemlage aufmerksam machen“, sagte der Pfarrer, der auch Sprecher des Dortmunder Arbeitskreises Christen gegen Rechtsextremismus ist. In der Ruhrgebietsstadt sei das aber wegen der rechtsextremen Bedrohungslage nicht möglich.

weiterlesen