Osmanen Germania: „Ein aus Ankara gelenkter Extremismus“


Politiker verschiedener Parteien begrüßen das Verbot der Gruppe, die durch Gewalt und eine Nähe zur türkischen Regierung auffiel. Protokolle zeigen, dass sich Erdogan sogar persönlich in die Aktivitäten der Rocker hierzulande einmischte.

Von Manuel Bewarder | DIE WELT

Sie gaben sich harmlos, als einfacher Verein von Rockern. Doch die Behörden waren schon länger überzeugt, dass es sich bei den Osmanen Germania um eine stramm geführte gewalttätige Organisation handele, die eine große Gefahr für die Öffentlichkeit bedeute. Und nicht nur das: Die Rocker pflegten zudem eine enge Beziehung zur türkischen Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Das Innenministerium von Horst Seehofer (CSU) hat deshalb beschlossen, den Verein zu verbieten und ihm damit jede Tätigkeit zu untersagen. Von der Gruppierung gehe eine „schwerwiegende Gefährdung“ für die Allgemeinheit aus, hieß es zur Begründung.

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