Das düstere Geheimnis von „Alice im Wunderland“


Lewis Carroll alias Charles Lutwidge Dodgson (1832 bis 1898) Quelle: Getty Images
Im bürgerlichen Leben lehrte Charles Dodgson Logik. Als Lewis Carroll schrieb er „Alice im Wunderland“– ein Buch, das mit aller Logik bricht. Und einigen Biografen heute verdächtig vorkommt.

Von Denis Scheck | DIE WELT

Stop making sense: Das ist im Leben wie in der Literatur gar nicht so einfach. Aber der Nonsens kann, wird er richtig auf die Spitze getrieben, große Kunst sein. Der Inbegriff des Nonsens ist der Doppelroman „Alice im Wunderland“ von 1865 und seine sechs Jahre später erschienene Fortsetzung „Alice hinter den Spiegeln“, die der unter dem Pseudonym Lewis Carroll schreibende Mathematiker Charles Dodgson veröffentlichte. Gedacht war der erste Teil als Weihnachtsgeschenk für ein Mädchen namens Alice Liddell, in das sich Dodgson vergafft hatte.

Angefangen hatte alles mit einem Ausflug im Ruderboot. Dodgson erfand bei einer Bootspartie mit den drei Töchtern des Deans des Christ Church College in Oxford eine Geschichte, die Alice Liddell so gut gefiel, dass Dodgson sie aufzuschreiben begann. Es war noch ein zweiter Ausflug nötig, um die Geschichte Gestalt annehmen zu lassen, und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von „Alice hinter den Spiegeln“ war die Beziehung zwischen Dodgson und der Familie Liddell schon zerbrochen – über die Ursache spekulieren Biografen bis heute.

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