Der Kalikokrebs, eine „Killermaschine“ für die deutsche Natur


Der Kalikokrebs, der ursprünglich in den USA beheimatet ist, verbreitet sich rasant – und bedroht die deutsche Tierwelt Quelle: dpa/Karsten Grabow
Einst war er in Nordamerika zu Hause, doch nun frisst der Kalikokrebs deutsche Gewässer leer. Einheimische Amphibien und Wasserinsekten fallen ihm zum Opfer. Die Art bedroht die Tierwelt. Denn er vermehrt sich explosionsartig.

DIE WELT

Der nach Deutschland eingeschleppte Kalikokrebs hat sich rasch ausgebreitet. Er wurde vermutlich 1993 in der Nähe von Baden-Baden ausgesetzt und ist nach Expertenangaben inzwischen in den Gewässern entlang des gesamten Oberrheins zu finden.

„Ich wage mal eine grobe Schätzung: In 80 Prozent der Auengewässer findet sich der Kaliko“, sagt Andreas Stephan, der gemeinsam mit seinem Kollegen Alexander Herrmann an der Pädagogischen Hochschule (PH) Karlsruhe ein Forschungsprojekt zu dem nordamerikanischen Flusskrebs betreut. Das gefräßige Tier bedrohe Amphibien und Insekten, etwa Libellen, massiv. Es nimmt ihren Lebensraum in Beschlag und hat großen Appetit.

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