Die muslimische Feministin im Rathaus von Tunis


Die neue „Scheicha al-Medina“ von Tunis, Souad Abderrahim Quelle: AFP
Zum ersten Mal hat eine Frau das Bürgermeisteramt in der tunesischen Hauptstadt inne. Viele feiern das als Sensation – besonders weil sie der moderat islamistischen Partei Ennahda angehört. Wie passt das zusammen?

Von Eva Marie Kogel | DIE WELT

Islamisten hängt nicht unbedingt der Ruf von Frauenförderung an. Souad Abderrahim, Typ Powerfrau, in einem früheren Leben Pharmazeutin, dürfte das etwas anders sehen. Die 53-Jährige ist seit Kurzem Bürgermeisterin von Tunis – und zwar auf dem Ticket der Partei Ennahda. Die gilt als Plattform der moderaten Islamisten in Tunesien. Wie geht das zusammen?

Ihren Sieg, verkündete Abderrahim nach der Wahl, widme sie allen Frauen des Landes, die noch immer Probleme hätten, Karriere zu machen. Sie ist kein Neuling im Politbusiness. Schon zu Universitätszeiten war sie in einer islamischen Studentenunion aktiv im Widerstand gegen die Diktatur, dafür saß sie auch einige Zeit im Gefängnis. In den ersten freien Wahlen des Landes nach dem Sturz des Diktators Ben Ali wurde Abderrahim ins Parlament gewählt. Dort saß sie dem Rechtsausschuss vor – und machte mit eher konservativen Positionen von sich reden, vor allem wenn es um Ehe- und Familienrecht ging.

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