Warum „Versager an der Spitze“ auch noch belohnt werden


„Niemals haben sie wirklich Verantwortung übernommen“: Josef Ackermann, Carsten Maschmeyer, Hartmut Mehdorn, Martin Winterkorn (von oben links im Uhrzeigersinn) Quelle: pa/ Emily Wabitsch/dpa; pa/ Christian Charisius/dpa; JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images; pa/ Hannibal Hanschke/dpa
Was haben Mehdorn und Maschmeyer, Winterkorn und Ackermann gemeinsam? Richtig, sie sind Versager. Weil sie es ihren Nachfolgern unmöglich gemacht haben, jemals wieder Land zu sehen. Es muss endlich ein Umdenken stattfinden.

Von Valentin Pretzer | DIE WELT

Der Mensch wird nicht moralischer. Er wird nicht besser. Er steckt voller Fehler, und das lässt sich nur schwer ändern. Das erkannte schon Adam Smith, erster Nationalökonom und Urvater der modernen Wirtschaft, vor über 200 Jahren.

Er entdeckte im Egoismus die treibende und wirksamste Kraft für wirtschaftliches Zusammenleben. Es ist ein simpler Gedanke, der den nächsten Jahrhunderten seine Koordinaten geben sollte: Der Bäcker backt seine Brötchen nicht aus Nächstenliebe, sondern um Geld zu verdienen. Konkurrenz sorgt dafür, dass die Brötchen so billig werden, wie es dem Bäcker nur möglich ist, und gleichzeitig trägt sie zur Verbesserung der Qualität bei. Die Kunden kaufen die besten Brötchen zum billigsten Preis.

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