Christlich-jüdische Kritik an „Communio“-Artikel Benedikts XVI.


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Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) hat sich besorgt über die Zukunft des katholisch-jüdischen Dialogs geäußert. „Irritation und Verunsicherung greifen um sich“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

kathpress

Anlass sei ein Artikel des emeritierten Papstes Benedikt XVI. zum Verhältnis von Judentum und Christentum, in dem dieser theologische Fundamente des christlich-jüdischen Dialoges hinterfrage. Der Beitrag ist mit dem Namen „Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.“ gekennzeichnet und unter dem Titel „Gnade und Berufung ohne Reue“ in der Zeitschrift „Communio“ veröffentlicht. Kritiker bemängelten, Benedikt XVI. formuliere darin die „christliche Identität auf Kosten der jüdischen“.

Der Koordinierungsrat, der 83 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland vertritt, betonte: „Die Zukunft des christlich-jüdischen Dialoges gerät im Zweifelsfall ins Wanken angesichts dieser eingehend kritischen Hinterfragung seines theologischen Fundaments.“ Das Präsidium des Rates sei „sehr irritiert“ und halte klärende Gespräche für unumgänglich.

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