Sonnenrotation beeinflusst irdische Blitze

Wie oft es bei uns blitzt, hängt auch von der Sonne und ihrer Aktivität ab. © Krivosheev/ iStock
Kosmischer Blitzmacher: Auch die Sonne hat einen Einfluss darauf, wie oft es auf der Erde gewittert und blitzt, wie eine neue Studie bestätigt. Demnach fördern nicht nur starke Sonnenstürme die irdische Blitzhäufigkeit, sondern auch die rund 27 Tage dauernde Rotation unseres Sterns führt zu messbaren Schwankungen. Enthüllt hat dies die Auswertung ungewöhnlicher Daten: historischen Tagebüchern aus dem Japan des 18. Jahrhunderts.

scinexx

Blitze entstehen, wenn sich Ladungsunterschiede in Gewitterwolken abrupt entladen. Die Folge ist eine elektrische Entladung, die als heller Blitz zu sehen ist. Dabei ist die Blitzhäufigkeit lokal durchaus unterschiedlich, weil sie durch das örtliche Klima, aber auch die Landschaftsformen beeinflusst wird. So liegen die irdischen Blitzhotspots in Afrika und Südamerika, in Deutschland blitzt es am Alpenrand am häufigsten.

weiterlesen

Erstmals Schadensersatz für ausländischen Sonderschüler

Szene aus dem WDR-Doku: „Für dumm erklärt – Nenads zweite Chance“
Elf Jahre lang musste Nenad M. eine Sonderschule für geistig Behinderte besuchen – obwohl er keine Behinderung hat. Jahrelang kämpfte er für seine Versetzung auf eine normale Schule. Vergeblich. Experten sehen einen Zusammenhang mit seiner ausländischen Herkunft. Jetzt hat ihm ein Gericht Schadensersatz zugesprochen.

Von Claudia Rometsch, Ekrem Şenol | MiGAZIN

Nenad M. strahlt über das ganze Gesicht. „Jetzt bin ich frei“, kommentiert der 21-Jährige das Urteil des Landgerichts Köln (AZ: 5 O 182/16), das ihm am Dienstag Schadensersatz wegen jahrelanger falscher Beschulung auf der Förderschule zusprach. „Es ist ein bisschen das Gefühl wie letzter Schultag.“ Das Wichtigste an der Gerichtsentscheidung sei für ihn die offizielle Bestätigung, dass er nicht geistig behindert ist. „Die Gerechtigkeit hat gesiegt“, stellt seine Rechtsanwältin Anne Quack fest.

Nenad M. besuchte elf Jahre lang gegen seinen Willen Förderschulen für Kinder mit geistiger Behinderung. Kurz vor seinem 18. Geburtstag hatte er mit Unterstützung des Vereins Mittendrin seinen Wechsel auf eine Berufsschule durchgesetzt und dort seinen Hauptschulabschluss nachgeholt. „Gesunder Menschenverstand hätte ausgereicht, um zu sehen, dass er keine geistige Behinderung hat“, sagt Anwältin Quack.

Wie konnte das passieren?

Doch wie konnte das passieren? Wie konnte ein normal begabtes Kind auf eine Schule für geistig Behinderte zugewiesen werden – und dort elf Jahre lang bleiben? Hat keiner der Sonderpädagogen gemerkt, dass der Junge an dieser Schule falsch war? Hat niemand die Diagnose „geistig behindert“ noch einmal überprüft? Nein!

weiterlesen

AfD missbraucht islamkritische Aussagen Apostel Voderholzers

Der Regensburger Bischof Voderholzer musste erleben, wie eine Äußerung schnell vereinnahmt und instrumentalisiert werden kann. Und dies auch noch von der rechtspopulistischen Szene.

DOMRADIO.DE

Mit einer Äußerung in einer Predigt hat der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer für Aufmerksamkeit und Aufregung gesorgt. „Viele sehen heute die Gefahr einer drohenden Islamisierung Mitteleuropas, nicht durch kriegerische Eroberung und Besatzung, sondern durch Asylgewährung und Fruchtbarkeit. Sie wissen wahrscheinlich, dass ich diese Befürchtungen nicht für ganz unberechtigt oder gar für krankhafte Hirngespinste halte“, sagte er beim Gottesdienst während der 85. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben in Altötting am 8. Juli.

Lob und Zustimmung für Islamisierungs-Aussage

Damit habe sich Bischof Voderholzer eindeutig zum Thema Integration positioniert, hieß es auf dem Portal „idowa- isar donau wald“. In den sozialen Medien fand Voderholzer Zustimmung, aber ebenso Kritik. Gefallen an der Predigt-Passage fand auch die rechtspopulistische AfD.

weiterlesen

Diesel-Skandal: 20 Milliarden Euro Bußgelder gefordert

Bild: Robert-Lehmann/DUH
Noch immer bleibt der Einsatz von Betrugssoftware in Diesel-Pkw in Deutschland weitgehend ungesühnt. Umweltschützer wollen sich nicht damit abfinden

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Seit nun mehr annähernd vier Jahren schwappt der Diesel-Betrug-Skandal durch die Medien, mal auf größere, mal auf geringere öffentliche Aufmerksamkeit treffend (hier eine Chronologie der Ereignisse). Aber mit richtig schmerzhaften Konsequenzen müssen die beteiligten Konzerne hierzulande bisher kaum rechnen.

Wohl gab es die eine oder andere Festnahme – überwiegend in der zweiten und dritten Reihe – und auch ein paar Bußgelder, aber von jenen gut 25 Milliarden Euro, die die bewusst irreführende Manipulation der Emissionswerte auf dem Teststand VW in den USA gekostet haben, ist man hierzulande weit entfernt. Daran zeigt sich unter anderem mal wieder, wie wichtig auch in den Zeiten der Globalisierung die Mutterländer für die Konzerne sind, die bei Bedarf die schützende Hand über sie halten.

Die Frage ist indes, ob sich geprellte Käufer und unter den Stickoxidbelastungen leidende Bürger dies von ihren Regierungen bieten lassen. Die Deutsche Umwelthilfe, die aus dem konservativen und rechtsextremen Lager immer wieder wegen ihrer beharrlichen Aufklärungsarbeit und ihrer Klagen gegen untätige Behörden angegangen wird, ist nicht bereit, die Sache auf sich sitzen zu lassen.

Nach ihrer Ansicht muss Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, „endlich geltendes Recht durchsetzen und Bußgelder in der nach EU-Recht geforderten Höhe gegen die betrügerischen Autokonzerne zu verhängen“.

Bei etwa vier Millionen hierzulande zugelassenen Diesel-Pkw seien „betrügerische Abschalteinrichtungen amtlich nachgewiesen“. Die DUH geht davon aus, dass in nächster Zeit noch weitere Euro-5- und -6-Diesel-Pkw-Modelle mit Betrugssoftware hinzu kommen und es in Deutschland insgesamt um elf Millionen Pkw geht.

weiterlesen

Pistolen aus dem 3D-Drucker

Er nennt sich „Crypto-Anarchist“: Cody Wilson Bild: Susannah Ireland /eyevine
Cody Wilson hat etwas für Pistolen übrig und will, dass jeder den Finger am Abzug haben kann. Deshalb stellt er Anleitungen für den 3-D-Druck ins Netz – und kommt damit durch.

Von Michael Hanfeld | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der 1. August wird ein schwarzer Tag für die Menschheit. Für Cody Wilson ist es ein Feiertag. Denn dann legt der ehemalige Jurastudent mit seiner Website wieder los, die er vor fünf Jahren schließen musste. Damals kam ihm das amerikanischen Außenministerium in die Quere und drohte mit strafrechtlichen Konsequenzen. Cody Wilson hatte eine Waffe entwickelt, die man im 3-D-Drucker ausdrucken kann. 129 Euro kostet sein „Liberator“. „Glückseligkeit“, sagt der Waffennarr aus Texas, „ist eine Waffe aus dem 3-D-Druck“. An diesem „Glück“ wollte Wilson alle teilhaben lassen, und so stellte er die Anleitung zum Bau seiner 3-D-Waffe online. Binnen Kurzem wurde sie hunderttausendfach kopiert. Jetzt wird er sein Portal für die Freunde selbstgemachter Waffen wieder öffnen. Cody Wilson gibt Feuer frei. Am 1. August, teilt er jubelnd mit, beginne „das Zeitalter von Waffen zum Herunterladen“.

weiterlesen

Nordatlantik: Streit um die Umwälzpumpe

Die nordatlantische Umwälzströmung ist ein entscheidender Akteur im Klimaystem. © Peter Hermes Furian/ iStock
Umstrittene Strömung: Eine neue Studie zur nordatlantischen Umwälzströmung liefert Zündstoff. Denn sie widerspricht den gängigen Theorien zur Klimawirkung dieser Strömungspumpe. Demnach ist nicht der Klimawandel an der Abschwächung dieser Umwälzpumpe schuld, sondern umgekehrt die Umwälzpumpe an der aktuellen Erwärmung des Klimas, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Dem allerdings widersprechen einige renommierte Klimaforscher vehement.

scinexx

Der Nordatlantik ist eine Schlüsselregion für die globalen Meeresströmungen, aber auch für das Klima Europas. Denn hier liegt eine der großen Umwälzpumpen der Ozeane: Vor Grönland sinkt warmes, salziges Wasser in die Tiefe und strömt dann abgekühlt in der Tiefe nach Süden. An der Meeresoberfläche zieht dies warmes Wasser aus den Tropen nach.

weiterlesen

Umstrittene Glocke aus NS-Zeit bleibt hängen

Die mit einer umstrittenen Inschrift aus der Zeit des Nationalsozialismus versehene Glocke im Turm der protestantischen Friedenskirche im saarländischen Homburg bleibt hängen.

evangelisch.de

Der Vorstand der Friedenskirchengemeinde Homburg-Beeden habe diesen Beschluss nach eingehenden Beratungen einstimmig gefasst, teilte die Gemeinde am Mittwoch mit. Die Glocke ist den Angaben zufolge mit dem Zusatz „Gegossen im Jahr der Saarbefreiung 1935“ versehen. Eine Namenswidmung oder ein nationalsozialistisches Symbol befinde sich nicht auf der Glocke.

Die drei 1935 gegossenen Glocken der Friedenskirche tragen laut Gemeinde die Aufschrift „Friede“, „Freude“ und „Freiheit“. Dies bringe die Hoffnung der damaligen saarländischen Bevölkerung zum Ausdruck, die mit dem Ergebnis der Volksabstimmung verbunden war und von der Bevölkerung als Befreiung empfunden worden sei, hieß es.

weiterlesen

NATO, Nord Stream und Europa: Geschäftsabschlüsse zählen

LNG-Importterminal in Świnoujście, Polen. Bild: Polskie LNG S.A./CC BY-SA-4.0
Der US-Präsident verknüpft Rüstungs- mit der Energiepolitik und macht den Verkäufer der amerikanischen „Exportschlager“ Waffen und Fracking-Gas

Malte Daniljuk | TELEPOLIS

Regelmäßig hatte die offizielle Außenpolitik der EU im vergangenen Jahr neue Schocknachrichten zu verarbeiten. Zumeist verursachte ausgerechnet die Regierung desjenigen Staates diese Zwischenfälle, die nominell weiterhin als der engste Verbündete gilt.

Inzwischen dürfte sich aber auch unter treuesten Transatlantikern herumgesprochen haben, dass der amtierende US-Präsident die EU und insbesondere Deutschland als unliebsame Konkurrenten betrachtet. Realistisch betrachtet handelt es sich dabei um keine Neuigkeit, aber in seiner unnachahmlichen Art bringt Donald Trump diese Haltung deutlicher zum Ausdruck als seine Vorgänger.

Entgegen jedem Protokoll verknüpfte Donald Trump öffentlich die Rüstungs- mit der Energiepolitik. Angeblich, so lamentierte der Geschäftsmann, würde Deutschland „50, 60 oder sogar 70 Prozent“ seiner Energie aus Russland beziehen.

Aber für die Aufrüstung im Rahmen der NATO gebe die Bundesrepublik immer noch weniger als zwei Prozent ihres BIP aus. Deutschland sei wegen russischer Gaslieferungen ein „Gefangener Russlands“, klagte Trump und jammerte, dass die Bundesrepublik „Milliarden über Milliarden“ für Gas an Russland zahle und sich gleichzeitig von der NATO vor Russland beschützen lasse.

Diesen Text trug der amerikanische Präsident ausgerechnet auf den NATO-Gipfel vor. Dabei ist die Bundesregierung den amerikanischen Forderungen bereits erheblich entgegengekommen. Schon die eingeplante Aufrüstung wird den deutschen Rüstungsetat massiv vergrößern. Wie von der Trump-Regierung gefordert, wird ein großer Teil dieser Steuermittel direkt an die amerikanischen Rüstungsschmieden fließen.

So schlossen Frankreich und Deutschland gerade einen Vertrag über Flugzeuge des Typs C-130J-30 Super Hercules mit dem Rüstungsunternehmen Lockheed Martin. Nach Angaben des US-Außenministeriums hat alleine der deutsche Beschaffungsauftrag ein Gesamtvolumen von etwa 1,1 Milliarden Euro.

weiterlesen

Fall Kardinal McCarrick: Missbrauch war lange bekannt

Mehrere Bischöfe wussten über die Missbrauchsfälle offenbar jahrelang Bescheid, ohne dass es Konsequenzen für McCarrick gegeben hat. Die New York Times veröffentlichte neue Details.

kath.net

Die New York Times hat neue Details über die Fälle sexuellen Missbrauchs an Priestern und Seminaristen veröffentlicht, die offenbar von Theodore Kardinal McCarrick, dem ehemaligen Erzbischof von Washington D.C., verübt worden sind. Die Zeitung schreibt auch von Berichten an Bischöfe und den Vatikan über das Fehlverhalten McCarricks, die ohne Folge geblieben sind.

Boniface Ramsey, ein Professor an der Seton Hall University von 1986 bis 1996, sagte gegenüber der New York Times, er melde das Verhalten McCarricks seit dreißig Jahren ohne irgendetwas zu erreichen. Er habe den damaligen päpstlichen Nuntius Gabriel Montalvo und auf dessen Veranlassung hin auch den Vatikan über das Fehlverhalten von Erzbischof McCarrick informiert, als dieser zum Erzbischof von Washington ernannt worden war.

weiterlesen

Antisemitismus im Internet nimmt zu – „Echte Bedrohung“

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb

Antisemitismus im Internet hat laut einer Studie der Technischen Universität Berlin stark zugenommen. Vor allem Twitter und Facebook trügen dazu bei, dass judenfeindliches Gedankengut weitergetragen werde. Für die Studie wurden mehr als 300.000 Texte ausgewertet.

DOMRADIO.DE

Bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse am Mittwoch nannte die Sprachwissenschaftlerin Monika Schwarz-Friesel die wachsende Judenfeindschaft in der deutschen Gesellschaft ein „besorgniserregendes Phänomen“. Dazu trügen vor allem Soziale Medien bei. Der Zentralrat der Juden in Deutschland bezeichnete den im Internet verbreiteten Antisemitismus als „echte Bedrohung“.

Judenfeindliche Verschwörungsfantasien

Für die Studie werteten Sprachforscher der TU seit 2014 merh als 300.000 Texte aus, die im Internet kursieren. Schnelligkeit, freie Zugänglichkeit, globale Verknüpfung und Anonymität förderten eine „ungefilterte und nahezu grenzenlose Verbreitung judenfeindlichen Gedankengutes“, so das Urteil der Studie.

Judenfeindliche Verschwörungsfantasien gebe es in Blogs sowie Recherche- und Ratgeberportalen, unter Youtube-Videos, in Online-Buchläden, in Fan-Foren und Kommentarbereichen der Online-Qualitätsmedien. Vor allem über Twitter und Facebook verbreitete Aufrufe, gegen Judenhass zu demonstrieren, „sind innerhalb weniger Stunden infiltriert durch Texte mit zahlreichen Antisemitismen und Abwehrreaktionen“.

weiterlesen

Mit Gentech gegen Alterskrankheiten

Interpretierbar: Aus ihrer DNA-Struktur können Computer inzwischen das Aussehen von Menschen rekonstruieren. (imago/stock&people/Science Photo Library)
In Darmstadt feiert das Unternehmen Merck dieses Jahr seinen 350. Geburtstag – und hat dazu Dutzende Spitzenforscher einfliegen lassen, die bei der Zukunftskonferenz „Curious 2018“ Einblicke in die Technologien von morgen geben. Darunter auch der Genomforschungspionier Craig Venter, der aktuell daran arbeitet, Alterskrankheiten auszubremsen.

Michael Lange im Gespräch mit Ralf Krauter | Deutschlandfunk

Ralf Krauter: Die Liste der Referenten liest sich wie das „Who is Who“ der Wissenschaft: Die CRISPR-Entdeckerin Emmanuelle Charpentier ist dabei, der Virusforscher Harald zur Hausen sowie vier weitere Nobelpreisträger, der ESA-Astronaut Thomas Reiter und der US-Genomforscher Craig Venter. Auch der Wissenschaftsjournalist Michael Lange ist nach Darmstadt gefahren, um sich das Treiben im Kongresszentrum anzuschauen. Michael, ist das eher ein Schaulaufen der Wissenschafts-Promis, oder lässt sich bei dieser Konferenz wirklich Neues erfahren?

Michael Lange: Die Eröffnung erinnerte wirklich eher an eine Oscar-Verleihung als an eine nüchterne, seriöse Wissenschaftskonferenz. Bombastische Musik, Multimedia-Effekte – und alles perfekt organisiert. Auch das Publikum bei dieser Konferenz ist sehr ungewöhnlich: Weniger Wissenschaftler, dafür sehr viele Wirtschaftsvertreter – also mehr Anzüge als T-Shirts. Aber die Vortragenden, das waren tatsächlich meist Wissenschaftler, denn das sollten Leute sein, die die Zukunft gestalten, die mit ihren Ideen und Visionen das planen, was auf uns zukommt. Das war dem Veranstalter Merck wichtig. Und zu diesen Visionären gehört Craig Venter ja auf jeden Fall dazu.

weiterlesen

Wegen Ausgrabungen: Großmufti fürchtet „Judaisierung“

© Bild: Fotolia.com/kanuman
Israel lässt unter dem Tempelberg archäologische Grabungen durchführen. Für den Großmufti von Jerusalem, Mohammed Ahmed Hussein, ist klar: Hier sollen islamische Funde zerstört werden.

katholisch.de

Der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Ahmed Hussein, hat archäologische Ausgrabungen Israels unter dem Tempelbergareal kritisiert. Mit den Grabungen in den Omayyaden-Palästen unter Teilen des islamischen Museums versuche Israel, islamische Funde in dem Gebiet zu zerstören und die Identität der Stadt zugunsten einer Judaisierung zu verändern, sagte er laut Bericht der Tageszeitung „Jerusalem Post“ von Mittwoch in einer Stellungnahme.

Die Al-Aska-Moschee sei durch die Grabungen ernsthaft gefährdet, insbesondere im Falle eines Erdbebens, so der Geistliche weiter. Er rief die arabische und islamische Welt sowie die Vereinten Nationen zu schnellem Handeln auf. Israel bringe durch seine Politik Spannungen in die gesamte Region.

weiterlesen

„Höchst unangemessen“ – Dodo Marx kritisiert Dodo Seehofer

Kardinal Reinhard Marx hält Nationalismus und Katholizismus für nicht vereinbar Quelle: pa/Rolf Vennenbe/Rolf Vennenbernd
Kardinal Marx hat kein Verständnis dafür, dass Seehofer die Abschiebung von 69 Afghanen mit seinem Geburtstag in Verbindung bringt. Auch Söder kritisiert der katholische Theologe – und warnt die CSU vor einem Rechtskurs.

DIE WELT

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat CSU-Chef Horst Seehofer und Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für ihre Wortwahl kritisiert. Dass Bundesinnenminister Seehofer seinen 69. Geburtstag mit 69 Abschiebungen am selben Tag in Verbindung gebracht hatte, bezeichnete der Münchner Erzbischof in der „Zeit“ als „höchst unangemessen“.

Seehofer hatte bei der Vorstellung seines Masterplans Migration am 10. Juli vor Journalisten gesagt: „Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 – das war von mir nicht so bestellt – Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden.“ Gemeinsam mit einem augenscheinlich amüsiert wirkenden Gesichtsausdruck des Ministers sorgte die Äußerung für Empörung.

weiterlesen

Gefälschte Krebsmedikamente: Brandenburgs Gesundheitsministerium gesteht Fehler ein

Medikamente (Symbolbild) Foto: dpa
Das Brandenburger Gesundheitsministerium hat Fehler und Versäumnisse im Umgang mit einem Pharmahändler eingeräumt, der möglicherweise gestohlene und gefälschte Krebsmedikamente vertrieben haben soll.

Berliner Zeitung

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum nicht früher gehandelt wurde“, sagte Sozialministerin Diana Golze (Linke) am Mittwoch in Potsdam. Bis heute habe der Pharmahändler eine Betriebserlaubnis.

Am vergangenen Freitag hatten Ministeriumsmitarbeiter auf einen entsprechenden Bericht des ARD-Magazins „Kontraste“ reagiert und gesagt, es habe keine Kenntnisse gegeben, wonach über eine griechische Apotheke gestohlene und gefälschte Medikamente nach Deutschland vertrieben wurden. Für Patienten habe es keinen Grund zur Besorgnis gegeben.

weiterlesen