Mit Gentech gegen Alterskrankheiten


Interpretierbar: Aus ihrer DNA-Struktur können Computer inzwischen das Aussehen von Menschen rekonstruieren. (imago/stock&people/Science Photo Library)
In Darmstadt feiert das Unternehmen Merck dieses Jahr seinen 350. Geburtstag – und hat dazu Dutzende Spitzenforscher einfliegen lassen, die bei der Zukunftskonferenz „Curious 2018“ Einblicke in die Technologien von morgen geben. Darunter auch der Genomforschungspionier Craig Venter, der aktuell daran arbeitet, Alterskrankheiten auszubremsen.

Michael Lange im Gespräch mit Ralf Krauter | Deutschlandfunk

Ralf Krauter: Die Liste der Referenten liest sich wie das „Who is Who“ der Wissenschaft: Die CRISPR-Entdeckerin Emmanuelle Charpentier ist dabei, der Virusforscher Harald zur Hausen sowie vier weitere Nobelpreisträger, der ESA-Astronaut Thomas Reiter und der US-Genomforscher Craig Venter. Auch der Wissenschaftsjournalist Michael Lange ist nach Darmstadt gefahren, um sich das Treiben im Kongresszentrum anzuschauen. Michael, ist das eher ein Schaulaufen der Wissenschafts-Promis, oder lässt sich bei dieser Konferenz wirklich Neues erfahren?

Michael Lange: Die Eröffnung erinnerte wirklich eher an eine Oscar-Verleihung als an eine nüchterne, seriöse Wissenschaftskonferenz. Bombastische Musik, Multimedia-Effekte – und alles perfekt organisiert. Auch das Publikum bei dieser Konferenz ist sehr ungewöhnlich: Weniger Wissenschaftler, dafür sehr viele Wirtschaftsvertreter – also mehr Anzüge als T-Shirts. Aber die Vortragenden, das waren tatsächlich meist Wissenschaftler, denn das sollten Leute sein, die die Zukunft gestalten, die mit ihren Ideen und Visionen das planen, was auf uns zukommt. Das war dem Veranstalter Merck wichtig. Und zu diesen Visionären gehört Craig Venter ja auf jeden Fall dazu.

weiterlesen