Nachfahren der Hitler-Attentäter warnen vor Populismus


400 Nachfahren deutscher Widerständler in der NS-Zeit haben am Jahrestag des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 vor nationalen Alleingängen und der Gefährdung eines geeinten Europas gewarnt.

evangelisch.de

In einem am Freitag im Berliner „Tagesspiegel“ veröffentlichten Appell heißt es, „wir möchten an diesem Tag an den Mut und die visionäre Kraft unserer Eltern, Urgroß- und Großeltern, Onkel und Tanten erinnern und hoffen, dass nationale Alleingänge nicht das geeinte, starke, friedliche Europa gefährden, das sie für sich, uns und unsere Kinder erhofft hatten“.

Der europäische Staatenverbund stehe heute vor einer Zerreißprobe. Die Grundsätze von Humanität, Solidarität und Gerechtigkeit, die in der Aufklärung und durch die Erfahrungen zweier Weltkriege erarbeitet wurden, schienen immer weniger wert zu sein. Statt gemeinsam an den Herausforderungen der Zukunft zu arbeiten, zögen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger zurück, während Populisten mehr und mehr Zulauf erhielten, Politiker verbal aufrüsteten und auf Abschottung setzten.

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