Die AfD distanziert sich von ihrer «Swiss Connection»


Bild: nzz.ch
Laut dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hat die AfD ihrem ominösen Unterstützerverein und dessen Schweizer Werber Alexander Segert verboten, in ihrem Namen Wahlkampf zu betreiben. Es geht um den Verdacht illegaler Parteifinanzierung.

Christina Neuhaus | Neue Zürcher Zeitung

Wer finanziert eigentlich den massiven Wahlkampf der AfD? Diese Frage beschäftigt Deutschland seit den Landtagswahlen von 2016. Damals konnte die Partei auf die grosszügige Unterstützung anonymer Gönner zählen. Eine ominöse Vereinigung mit dem Namen Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten startete eine grossangelegte Werbeoffensive, zu der neben Plakataktionen auch eine Gratiszeitung mit dem Namen «Extrablatt» gehörte.

Mittlerweile ist bekannt, wer der Gestalter des Gratisblatts war. Es ist der Inhaber der Schweizer Werbeagentur Goal, Alexander Segert, der sich in der Schweiz einen Namen als Schöpfer der SVP-Schäfchen-Plakate gemacht hat. In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» gab Segert vor einem Jahr an, im Auftrag des Vereins das Sekretariat zu führen. Er sei allerdings nicht Teil eines von den deutschen Medien zusammenphantasierten rechten Netzwerks. Das falle «schwer in den Bereich von Verschwörungstheorien». Die Aufträge, die er für den Verein erledige, gehörten zu den Grundleistungen einer PR-Agentur.

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