Hamburg: „Unsere eigene historische Verantwortung“


Bürgermeister Peter Tschentscher bei seiner Ansprache im Michel Quelle: dpa
Vor 75 Jahren wurde Hamburg von alliierte Bombern weitgehend zerstört. In einer Gedenkfeier im Hamburger Michel wird daran erinnert – aber auch daran, was diese Katastrophe auslöste.

DIE WELT

Spitzenvertreter von Stadt und Kirchen haben am Sonntag im Hamburger Michel in einer offiziellen Gedenkfeier an den „Hamburger Feuersturm“ vor 75 Jahren erinnert. Bei der „Operation Gomorrha“ vom 24. Juli bis 3. August hatten alliierte Bomber weite Teile der Stadt in Schutt und Asche gelegt. 35.000 Menschen starben, 125.000 wurden verletzt, 900.000 flüchteten aus der Stadt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte, die Erinnerung an die „Operation Gomorrha“ und die nationalsozialistische Zivilisationszerstörung diene immer auch als Mahnung und Aufforderung, sich heute für Demokratie und Menschenrechte sowie für die freiheitlich demokratische Grundordnung stark zu machen. „Das ist unsere eigene historische Verantwortung für den Schrecken des Zweiten Weltkrieges, der sich in den Sommertagen des Jahres 1943 mit der Operation Gomorrha in besonderer Härte gegen die Freie und Hansestadt Hamburg gerichtet hat.“

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