Religionsexpertin zu Özil: Gefühl der Enge bei Muslimen


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Sucht die Mehrheitsgesellschaft bei Mesut Özil nur nach dem Haar in der Suppe? Viele Muslime hätten diese Wahrnehmung, sagt Islam-Expertin Paula Schrode. Und sie kann das nachvollziehen.

katholisch.de

Nach Einschätzung der Religionswissenschaftlerin Paula Schrode sehen sich Muslime in Deutschland zunehmend unter Druck gesetzt. Sie hätten das Gefühl, dass „es hier immer enger für uns wird“, sagte die Professorin der Universität Bayreuth am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Das gelte auch für den Fall Mesut Özil.

Viele Muslime dürften die Wahrnehmung haben, dass die Mehrheitsgesellschaft bei dem Fußballer nach dem Haar in der Suppe suche, eben weil er Muslim sei, sagte Schrode. Sie hält diesen Eindruck für plausibel: „Ich glaube auch: Hätte sich statt Özil mit Erdogan ein russischstämmiger Fußballnationalspieler mit dem russischen Präsidenten Putin fotografieren lassen, wäre der Aufschrei wohl nicht so groß gewesen“, so die Wissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen.

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