Saharastaub hemmt Hurrikans


Immer wieder tragen Winde Staub aus der Sahara über den Atlantik – und auch in die Geburtszonen der Hurrikans. © NASA/ GSFC
Staubige Sturmbremse: Momentan weht besonders viel Staub aus der Sahara über den Atlantik nach Westen. Das macht aber nicht nur den Himmel über der Karibik trüb. Es hemmt auch die Bildung tropischer Wirbelstürme, wie nun eine Klimastudie nahelegt. Denn der Staubschleier schluckt Sonnenlicht und hält damit die Meeresoberfläche kühler – das nimmt Hurrikans die nötige Energie, wie die Forscher im „Journal of Climate“ berichten.

scinexx

Die Wüste Sahara in Nordafrika ist eine der großen Staubschleudern der Erde. Toben dort Staubstürme, wehen Winde die winzigen Sandpartikel über den Atlantik bis in die Karibik und nach Südamerika. Für die Natur und Geologie dieser Regionen spielt dieser „luftige“ Staubtransport eine wichtige Rolle: Er beliefert Meeresalgen mit Eisen, bringt Nährstoffe in die Regenwälder des Amazonas und der Anden und könnte sogar den Grundstock für die Bahamas-Inseln gelegt haben.

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