Wie Gene die Intelligenz beeinflussen


Klischee? Nein! Brillenträger sind im Schnitt tatsächlich etwas intelligenter. Die Psychologin Gail Davies fand genetische Zusammenhänge. Das gilt aber nur für Kurzsichtige Quelle: Getty Images/Westend61
Warum sind Menschen unterschiedlich klug? Bei der Beantwortung dieser Frage sind Forscher jetzt einen Schritt weiter. Sie identifizierten genetische Varianten, die beeinflussen, wie gebildet jemand wird.

Von Sarah Maria Brech | DIE WELT

Ja, Intelligenz ist erblich. Zumindest zum Teil. Darüber ist sich die Wissenschaft seit Langem einig. Aber wie genau dieser Anteil an der geistigen Leistungsfähigkeit vererbt wird – darüber weiß die Forschung noch fast nichts. Zudem ist umstritten, wie sich Intelligenz überhaupt definieren und messen lässt. Ein internationales Team aus Dutzenden Wissenschaftlern des Social Science Genetic Association Consortium hat sich jetzt an eine Mammutaufgabe gewagt – und einige dieser komplizierten Zusammenhänge aufgeklärt.

Aus früheren Zwillingsstudien ist bekannt, dass das Erbgut zu etwa 50 Prozent – die Schätzungen schwanken – verantwortlich ist für die geistige Leistungsfähigkeit. Der Rest lässt sich mit den Verhältnissen erklären, in denen ein Mensch lebt. Nicht bekannt ist allerdings, welche Genvarianten für diese etwa 50 Prozent Einfluss verantwortlich sind.

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