Mertes: Kirche muss „Anstößigkeit“ des Kreuzes erklären


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Das Kreuz wird entweder als Zugehörigkeit zu einer Konfession verharmlost oder kulturkämpferisch instrumentalisiert, sagt Pater Klaus Mertes. Daher müsse die Kirche die wahre Bedeutung wieder neu vermitteln.

katholisch.de

Der Jesuitenpater Klaus Mertes hat die Kirche dazu aufgefordert, die Bedeutung des Kreuzes für den christlichen Glauben neu zu vermitteln. Es müsse stärker erklärt werden, was das Kreuz „so anstößig“ mache, schreibt Mertes in der aktuellen Ausgabe der Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“. „Warum wäre das Christentum nicht das, was es ist, wenn Jesus statt am Kreuz nach einem erfüllten Leben als alter Mann im Bett gestorben wäre?“, fügt er hinzu.

Gegenwärtig werde das Kreuz entweder „in Talkshows verharmlosend als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Konfession diskutiert, so Mertes. „Oder es wird kulturkämpferisch instrumentalisiert, am sinnenfälligsten wenn es schwarz-rot-gold angestrichen wird, um das Abendland gegen die ‚Islamisierung‘ zu verteidigen.“ Aber in keinem der beiden Fälle werde die Kreuzigung Jesu als der „Skandal“ begriffen, für den ein christlicher Missionar wie Paulus noch ein Gespür gehabt habe.

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