70 Jahre UN-Erklärung: Menschenrechte contra Islam?


Teilnehmer einer Mahnwache in Berlin berufen sich auf die Arabische Charta der Menschenrechte von 2004 (imago stock&people)
Die 1948 beschlossene Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde von Beginn an kritisiert: Sie würde nur westliche Werte berücksichtigen. Islamische Staaten verabschiedeten deshalb eine eigene Erklärung. Die orientiert sich an der Scharia – ohne zu sagen, was damit genau gemeint ist.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

Von bis Ägypten bis Australien, von Panama bis zu den Philippinen: Was dabei herauskommt, wenn diese Staaten darüber streiten, was die Menschenrechte sind? Sätze wie dieser:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, beschlossen 1948 – vor 70 Jahren – von den Vereinten Nationen. 18 Staaten wirken damals mit in der UN-Menschrechtskommission unter der Leitung von Eleanor Roosevelt, der ehemaligen First Lady der USA. Einig sind sich die 18 Staaten nur selten. Und so verwundert es nicht, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte praktisch von Beginn an mit dem Vorwurf konfrontiert ist: Sie sei gar nicht allgemein, sondern westlich, christlich, eurozentrisch.

„Nein. Also dieser Vorwurf stimmt überhaupt nicht.“

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