Von Marokko nach Spanien: Polizei rechnet mit 50.000 Migranten, die übersetzen wollen

Zuwanderer, die gerade die Grenze von Marokko nach Spanien überquert haben Quelle: REUTERS
Spanien ist für Migranten zu einem Hauptziel geworden. Derzeit sollen laut einem Medienbericht in Marokko Zehntausende Schwarzafrikaner warten, die versuchen, über das Meer in das Land und damit nach Europa zu kommen.

DIE WELT

Spanien steht offenbar eine neue Migrantenwelle bevor. Die spanische Polizei geht davon aus, dass sich derzeit 50.000 Schwarzafrikaner in Marokko aufhalten, die demnächst die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla erreichen oder mit Booten die Meerenge von Gibraltar durchkreuzen wollen, um nach Spanien – und damit nach Europa – zu kommen.

Das berichtet die spanische Tageszeitung „El Mundo“ mit Verweis auf Polizeiquellen. Zugleich wurde am Freitagmittag bekannt, dass die spanische Küstenwache in der Meerenge von Gibraltar 627 Menschen in Flüchtlingsbooten registriert hat.

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Steinzeit-Fund gibt Rätsel auf

Diese Reihen von Ritzspuren auf einer 35.000 bis 30.000 Jahre alten Mammutrippe könnten steinzeitliche Zählmarken sein – aber wofür? © Hilde Jensen/ Universität Tübingen
Kalender, Spielstände oder rituelles Muster? In einer Höhle der Schwäbischen Alb haben Forscher eine Mammutrippe entdeckt, die ihnen Rätsel aufgibt. Denn der gut 30.000 Jahre alte Fund trägt Reihen von Ritzungen, die von Steinzeitmenschen stammen müssen. Das Muster der Ritzmarken spricht dafür, dass mit ihnen etwas gezählt wurde – aber was? Noch ist unklar, ob es sich bei diesem Fund um einen Steinzeit-Kalender, um Spielstände oder Notizen zu bestimmten Tätigkeiten handelte.

scinexx

Die Höhlen der Schwäbischen Alb waren bereits vor 40.000 Jahren wichtige Rückzugsorte für unsere Vorfahren. Davon zeugen einzigartige Funde aus der Altsteinzeit, darunter die Venus vom Hohle Fels, die älteste Menschenfigur der Welt. Aber auch kunstvolle Tierfiguren und FlötenVogelknochen wurden in den inzwischen zum UNESCO-Welterbe erklärten Höhlen entdeckt.

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Mutmaßliche IS-Anhängerin in U-Haft

Bild: tagesschau.de
Sie soll in einem Blog und über einen Messengerdienst aus Syrien für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ geworben haben. Ende April kam sie zurück nach Deutschland – und wurde nun verhaftet.

tagesschau.de

Die Bundesanwaltschaft hat im Großraum Karlsruhe eine Deutsche als mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) festnehmen lassen. Die 31-jährige Sabine Ulrike S. soll nach Angaben der Behörde im Dezember 2013 von Deutschland nach Syrien gereist sein, um sich dem IS anzuschließen. Unmittelbar nach ihrer Ankunft heiratete sie demnach einen ihr bis dahin unbekannten IS-Kämpfer. Gemeinsam mit ihren Kindern wurde sie vom IS laut Bundesanwaltschaft monatlich mit 100 US-Dollar unterstützt.

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Polizei-Übergriffe nehmen zu, Opfer sind vor allem IT-Projekte

Grafik: TP
Einbrüche waren in den letzten Jahren bundesweit ein großes Thema. Nun werden die Erfolge bei der Bekämpfung aber von Chaoten in den eigenen Reihen bei Hausdurchsuchungen konterkariert

Ralf Hutter | TELEPOLIS

Moritz Bartl führt durchs Openlab in Augsburg, gewissermaßen Bayerns aktuell heißeste Bombenwerkstatt. Die Metallregale, die sich eine lange Wand entlang ziehen, nennt er „unser Lager-Regal“. Da haben verschiedene Mitglieder alle möglichen Kisten. Mit Hardware, USB, Festplatten, LAN-Kabel, undsoweiter, was sich so in einem Hackerspace ansammelt.“ Das Openlab ist ein großer Raum mit einigen Tischen, diversen Apparturen, einer Sofa-Ecke mit einer Regalwand voller Bücher sowie einer Küchenzeile. Hier hatte Bartl am 20. Juni ein hässliches Erlebnis mit der Polizei.

„Ich hab‘ meine Kiste rausgenommen und versucht, möglichst schnell mit den Beamten wieder rauszugehen“, erzählt der Mittdreißiger. „Im Rausgehen ist aber einem der Beamten aufgefallen, dass auf dem Whiteboard hier eine chemische Formel stand.“ So nahm die Polizeimaßnahme gegen Bartl eine neue Wendung. Um sechs Uhr in der Früh hatte die Polizei bei ihm geklingelt und einen Durchsuchungsbefehl präsentiert, weil der Informatiker Vorstandsmitglied des bundesweiten Vereins Zwiebelfreunde ist.

Wegen der chemischen Formel und einiger Chemikalien, die in dem Bastelverein herumstanden, verbrachte der Hacker und Aktivist den Großteil des Tages im Polizeigewahrsam. Im Openlab brach die Polizei die Schränke auf, ohne nach einem Schlüssel zu fragen, erzählt er. Eine Liste der beschlagnahmten Gegenstände fehle bis heute.

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The Edge of Space Just Crept 12 Miles Closer to Earth

Where does Earth’s atmosphere end and space begin? According to a new study, it might be just 50 miles above Earth — right about where the blue turns to black in this photo. Credit: NASA
Did you feel that? Does it suddenly feel a little bit stuffier in here to you? Does it feel like, I don’t know… outer space just got 12 miles (20 kilometers) closer?

By Brandon Specktor | SPACE.com

Nothing actually moved, of course (unless you count the constant and increasing expansion of the universe). But according to a new study published online this week, it might be high time Earthlings shifted our mental and mathematical ideas about where, exactly, Earth’s atmosphere ends and outer space begins. [Earth from Above: 101 Stunning Images from Orbit]

If astrophysicist Jonathan McDowell’s calculations are correct, the cosmic boundary where the laws of airspace suddenly give way to the laws of orbital space might be a lot closer than we think — a full 12 miles closer than previous estimates suggest.

„The argument about where the atmosphere ends and space begins predates the launch of the first Sputnik,“ McDowell, an astrophysicist at the Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, wrotein his new paper, which will appear in the October issue of the journal Acta Astronautica. „The most widely accepted boundary is the so-called Karman Line, nowadays usually set to be 100 km (62 miles) altitude.“

Here’s the problem: According to McDowell, that Karman line that many scientists accept today is based on decades of misinterpreted information that doesn’t actually take real orbital data into account. Luckily, data is McDowell’s business (and his pleasure — in his free time he keeps meticulous records of every rocket launch on Earth) and he knew just where to look to find an evidence-based answer to the question, „Where does space begin?“

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Mikroben zersetzen Plastikfolien

Plastik auf dem Acker: Für viele Landwirte ist der Einsatz sogenannter Mulchfilme unverzichtbar. © Gomez David/ istock
Bodenbewohner als „Plastikfresser“: Forscher haben erstmals nachgewiesen, dass bestimmte im Boden heimische Mikroorganismen den Kunststoff PBAT zersetzen. Demnach können Pilze und wahrscheinlich auch Bakterien dieses Polymer in seine einzelnen Bausteine zerlegen und anschließend verwerten. Damit könnte PBAT künftig nicht-abbaubare Kunststoffe in landwirtschaftlich genutzten Plastikfolien ersetzen – und einen Beitrag zum Schutz von Böden und Umwelt leisten.

scinexx

Der Mensch müllt die Erde mit Plastik zu: Mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoff werden jährlich weltweit produziert – einiges davon auch für die Landwirtschaft. Dort wird Plastik unter anderem für sogenannte Mulchfilme verwendet. Mit diesen Folien decken Bauern ihre Böden ab, um für Pflanzenwurzeln ein besseres Klima zu schaffen oder sie vor Schädlingen zu schützen. Das Problem: Der dafür üblicherweise verwendete Kunststoff Polyethylen (PE) ist biologisch kaum abbaubar. Er findet sich daher noch Jahre später als Plastikmüll in der Umwelt wieder.

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Dodo Laun über die Irrtümer des Moraltheologen Schockenhoff

Der Freiburger Moraltheologe Schockenhoff hat recht: Humanae vitae (1968 HV) war ein Wendepunkt. Aber dann behauptet er, das Verbot der Empfängnisverhütung „widersprach der Lebenserfahrung“.

Von Andreas Laun | kath.net

Der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff hat, recht: Humanae vitae (1968 HV) war ein Wendepunk. Schockenhoff sagte dies gemäß Darstellung der deutschen „KirchenZeitung“ (Bistum Hildesheim). Die Aufbruchstimmung nach dem Konzil sei gekippt, daraufhin sei erstmals die große Mehrheit des Kirchenvolks nicht bereit gewesen, dem Lehramt zu folgen. Argument: Das Verbot der Empfängnisverhütung „widersprach der Lebenserfahrung“. Damit hatte sich das Lehramt in Fragen der Sexualmoral isoliert, so Schockenhoff. Eine Folge war der Abschied der Moraltheologie vom „Naturrecht“ und man erkannte, „dass auch christliche Moral „begründet“ sein muss und dass das Gewissen der Einzelnen „höher steht als jede befohlene Norm“. Dann findet Schockenhoff zwar auch in Humanae Vitae gute Gesichtspunkte, aber er bleibt dabei: Die Unterscheidung zwischen „guter natürlicher und schlechter künstlicher Geburtenregelung ist kaum nachvollziehbar“. Schockenhoff hat, das muss man ihm lassen, die Krise um Humanae Vitae in dieser Kürze korrekt dargestellt, aber zugleich so viele Irrtümer hineingepackt, dass es schwer zu fassen ist, dass dieser Mann eine führende Rolle in der deutschen Moraltheologie und auch für die Bischofskonferenz einnimmt. Irrig und irreführend sind folgende Punkte:

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Einstein hatte recht – schon wieder

Das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße ist für Teleskope unsichtbar. Zu sehen sind nur die S-Sterne in seiner Umgebung Quelle: Paris Observatory / LESIA
Im Zentrum der Milchstraße haben Astronomen eine weitere Bestätigung für Albert Einsteins Relativitätstheorie gefunden. Erstmals konnten sie die sogenannte Gravitations-Rotverschiebung nachweisen. Die Forscher maßen im Gravitationsfeld des Schwarzen Lochs Sagittarius A* Effekte, die von Einstein vorhergesagt wurden.

Von Norbert Lossau | DIE WELT

Wenn ein Mensch anscheinend immer recht hat, reizt dies andere dazu, ihm doch mal einen Fehler oder Irrtum nachzuweisen. Albert Einstein hat vor mehr als 100 Jahren die allgemeine Relativitätstheorie entwickelt.

Von Anfang an stieß diese sehr abstrakte und scheinbar dem gesunden Menschenverstand widersprechende Theorie auf viel Widerstand – auch bei angesehenen Fachkollegen.

Einstein hat immer recht

Immer wieder haben Forscher versucht, Haarrisse in diesem grandiosen Gedankengebäude zu finden. Am Ende haben alle dazu durchgeführten Experimente die diversen Vorhersagen Einsteins stets bestätigt.

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700 Migranten erstürmen Grenzzaun von Ceuta

Mehr als 700 Menschen haben am Donnerstagmorgen den Grenzzaun der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta überwunden.

evangelisch.de

Die spanische und die marokkanische Polizei hätten über eine Stunde lang versucht, die Aktion zu unterbinden, berichtete die spanische Tageszeitung „El País“ in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf die spanische Polizei. Das Rote Kreuz habe 132 Migranten und 22 Polizisten behandelt.

Dem Bericht zufolge hatten die Flüchtlinge mit Bolzenschneidern die Grenzzäune aufgeschnitten und die Beamten erstmals bei solch einer Erstürmung des Zaunes mit selbst gebauten Flammenwerfern und Branntkalk angegriffen. Branntkalk führt beim Kontakt mit der Haut zu Verätzungen.

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Weibliche Genitalverstümmelung: „Unendlich starke Schmerzen, die Mädchen sind meist nicht betäubt“

Mit solchen Geräten werden Mädchen bei der Genitalverstümmelung unvorstellbare Schmerzen zugefügt – die vielfachen Schäden begleiten die Opfer ein Leben lang Quelle: YASUYOSHI CHIBA/AFP/Getty Images
In Deutschland sind 65.000 Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen, Tendenz steigend. Nicht nur infolge der Zuwanderung: Das barbarische Ritual wird auch in Europa praktiziert, warnt Charlotte Weil von Terre des Femmes.

Von Kaja Klapsa | DIE WELT

WELT: Frau Weil, warum leben in Deutschland immer mehr genitalverstümmelte Frauen und Mädchen?

Charlotte Weil: Seit 2015 sind viele Menschen nach Deutschland geflüchtet, in deren Herkunftsland Genitalverstümmelung sehr stark praktiziert wird. Zum Beispiel aus Eritrea, Somalia oder dem Irak. Die Frauen, die zu uns kommen, sind in der Regel schon betroffen. Bei den Töchtern steht es oft noch an. Einige werden schon im Säuglingsalter beschnitten, andere erst beim Eintritt in die Pubertät. Meistens verreisen die Familien in den Ferien für die Beschneidung.

WELT: Wohin?

Weil: Einige fahren in ihre Herkunftsländer, zum Beispiel in den Senegal oder nach Gambia. Ansonsten weichen sie auf andere europäische Städte aus, am häufigsten auf Paris, zuletzt wohl auch auf Amsterdam. Dort gibt es eine sehr große afrikanische Diaspora. Diese lädt dann eine Beschneiderin aus dem Herkunftsland ein, zum Beispiel für zwei Monate. Und dann fahren Familien aus Deutschland hin, um die Töchter verstümmeln zu lassen. Die Communitys sind europaweit sehr gut untereinander vernetzt.

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