Dodo Laun über die Irrtümer des Moraltheologen Schockenhoff


Der Freiburger Moraltheologe Schockenhoff hat recht: Humanae vitae (1968 HV) war ein Wendepunkt. Aber dann behauptet er, das Verbot der Empfängnisverhütung „widersprach der Lebenserfahrung“.

Von Andreas Laun | kath.net

Der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff hat, recht: Humanae vitae (1968 HV) war ein Wendepunk. Schockenhoff sagte dies gemäß Darstellung der deutschen „KirchenZeitung“ (Bistum Hildesheim). Die Aufbruchstimmung nach dem Konzil sei gekippt, daraufhin sei erstmals die große Mehrheit des Kirchenvolks nicht bereit gewesen, dem Lehramt zu folgen. Argument: Das Verbot der Empfängnisverhütung „widersprach der Lebenserfahrung“. Damit hatte sich das Lehramt in Fragen der Sexualmoral isoliert, so Schockenhoff. Eine Folge war der Abschied der Moraltheologie vom „Naturrecht“ und man erkannte, „dass auch christliche Moral „begründet“ sein muss und dass das Gewissen der Einzelnen „höher steht als jede befohlene Norm“. Dann findet Schockenhoff zwar auch in Humanae Vitae gute Gesichtspunkte, aber er bleibt dabei: Die Unterscheidung zwischen „guter natürlicher und schlechter künstlicher Geburtenregelung ist kaum nachvollziehbar“. Schockenhoff hat, das muss man ihm lassen, die Krise um Humanae Vitae in dieser Kürze korrekt dargestellt, aber zugleich so viele Irrtümer hineingepackt, dass es schwer zu fassen ist, dass dieser Mann eine führende Rolle in der deutschen Moraltheologie und auch für die Bischofskonferenz einnimmt. Irrig und irreführend sind folgende Punkte:

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