Mikroben zersetzen Plastikfolien


Plastik auf dem Acker: Für viele Landwirte ist der Einsatz sogenannter Mulchfilme unverzichtbar. © Gomez David/ istock
Bodenbewohner als „Plastikfresser“: Forscher haben erstmals nachgewiesen, dass bestimmte im Boden heimische Mikroorganismen den Kunststoff PBAT zersetzen. Demnach können Pilze und wahrscheinlich auch Bakterien dieses Polymer in seine einzelnen Bausteine zerlegen und anschließend verwerten. Damit könnte PBAT künftig nicht-abbaubare Kunststoffe in landwirtschaftlich genutzten Plastikfolien ersetzen – und einen Beitrag zum Schutz von Böden und Umwelt leisten.

scinexx

Der Mensch müllt die Erde mit Plastik zu: Mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoff werden jährlich weltweit produziert – einiges davon auch für die Landwirtschaft. Dort wird Plastik unter anderem für sogenannte Mulchfilme verwendet. Mit diesen Folien decken Bauern ihre Böden ab, um für Pflanzenwurzeln ein besseres Klima zu schaffen oder sie vor Schädlingen zu schützen. Das Problem: Der dafür üblicherweise verwendete Kunststoff Polyethylen (PE) ist biologisch kaum abbaubar. Er findet sich daher noch Jahre später als Plastikmüll in der Umwelt wieder.

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