Kirchen dringen bei Ladenöffnung auf Erhaltung des Sonntagsschutzes – wie man Bürger entmündigt


Bild: tilly
Die CDU-SPD-Regierung in Niedersachsen möchte die Ladenöffnungszeiten an Sonntagen ausweiten. Protest kommt vor allem von den Kirchen: Einkaufen sei kein Freizeit-Event für das Wochenende.

evangelisch.de

Im Streit um die Ladenöffnungszeiten in Niedersachsen dringen die evangelischen Kirchen auf eine möglichst weitgehende Erhaltung des arbeitsfreien Sonntags. Der von der rot-schwarzen Landesregierung geplante neue Gesetzentwurf zur Sonntagsöffnung von Geschäften dürfe nicht dazu führen, „dass in diesem Zuge der Schutz des Sonntags weitere Löcher wie ein Schweizer Käse bekommt“, sagte die Bevollmächtigte der Kirchen-Konföderation, Kerstin Gäfgen-Track, am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Wir sollten uns den Reiz des Sonntags nicht nehmen lassen“, bekräftigte die Oberlandeskirchenrätin.

Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hatte angekündigt, dem Kabinett im August einen Gesetzentwurf zur Sonntagsöffnung vorzulegen, um Rechtssicherheit zu schaffen. Verwaltungsgerichte hatten in den vergangenen Jahren immer wieder verkaufsoffene Sonntage in Niedersachsen gestoppt.

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