Religion, das Böse und der Tod bei Harry Potter


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Zunächst wurde die Buchreihe von fundamentalistischen Christen kritisiert, dann von Theologen geradezu gefeiert: Vor 20 Jahren erschien das erste Harry-Potter-Buch auf Deutsch. Katholisch.de blickt zum Jubiläum auf den theologischen Gehalt und die Lücken in der Erfolgsserie rund um den Zauberer.

Agathe Lukassek | katholisch.de

Vor 20 Jahren erschien hierzulande das Buch, das bald alle Rekorde brach, Kinder wieder zu Leseratten machte und ganze Generationen prägte: Am 28. Juli 1998 kam „Harry Potter und der Stein der Weisen“ in die Buchläden. Autorin Joanne K. Rowling schreibt darin über einen von seiner Pflegefamilie misshandelten Waisenjungen, der an seinem 11. Geburtstag erfährt, dass er ein Zauberer ist. Im Zauberinternat Hogwarts lernt Harry seine Talente und erstmals auch Freunde kennen – und er muss sich der Bedrohung durch Lord Voldemort, dem Mörder seiner Eltern, und dessen wiedererstarkendem Regime entgegenstellen.

Die deutsche Übersetzung erschien gut ein Jahr nachdem „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ mit einer Erstauflage von nur 500 Exemplaren in Großbritannien veröffentlicht wurde. Doch schon damals konnte man ahnen, dass das Buch erfolgsversprechend ist. Was damals noch nicht absehbar war: dass die Reihe sich immer mehr vom Kinder- zum Jugendbuch entwickeln wird, in dem existenzielle Fragen nach Verantwortung, der genauen Unterscheidung von Gut und Böse, Schuld und Vergebung eine große Rolle spielen würden.

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