972 Fälle von Kirchenasyl mit Bezug zu Dublinverfahren


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In den Augen der AfD stellt das Kirchenasyl „eine Behinderung rechtsstaatlicher Verfahren dar“. Daher hat die Partei eine entsprechende Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Nun erhält sie die Antworten.

katholisch.de

Nach Angaben des Innenministeriums hat es in der ersten Jahreshälfte 972 Fälle von Kirchenasyl mit Bezug zum sogenannten Dublinverfahren gegeben. Im vergangenen Jahr seien es insgesamt 1.561 solcher Fälle gewesen, wie das Ministerium in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD mitteilte. Das Ministerium weist darauf hin, dass ein Fall auch mehrere Personen betreffen könne. Es handele sich bei Kirchenasyl „im weit überwiegenden Anteil um Fälle mit Dublinbezug“.

Laut Innenministerium hatte Bayern mit 544 Fällen im Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 30.6.2018 die meisten Fälle von Kirchenasyl zu verzeichnen. Es folgen Nordrhein-Westfalen (401) und Berlin (215). Sachsen hatte die wenigsten Fälle in dem Zeitraum (38).

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