Wie ein Vater versucht, seine Tochter vor der Zwangsehe zu bewahren


Fatema und ihr Vater Asim in einem Krankenhaus in Teheran. Als Asim vom Selbstmordversuch seiner Tochter hörte, reiste er sofort in den Iran Quelle: privat
Bei der Flucht musste Asim seine Tochter Fatema zurücklassen. Seit vier Jahren versucht er von Deutschland aus vergeblich, das Mädchen zu sich zu holen. Verwandte wollen die 16-Jährige im Iran mit einem 37-Jährigen verheiraten.

Von Beatrice Oßberger | DIE WELT

Pullach, Landkreis München. Bettina Knitter leitet hier eine Kinderkrippe, in der Asim* seit einem halben Jahr als hauswirtschaftliche Aushilfe arbeitet. „Er ist ein unglaublich hilfsbereiter, großzügiger und freundlicher Mann“, sagt Knitter über den 41-Jährigen. „Alle Kinder lieben ihn.“ Knitter setzt sich gemeinsam mit der Familienhelferin Doris Thurner für ihn und seine Familie ein. „Ich habe lange nicht gewusst, was Asim durchgemacht hat“, sagt Knitter. „Er ist keiner, der mit seiner Geschichte hausieren gegangen ist.“

Asims Geschichte ist die eines Vaters, der für seine Tochter sorgen will. Und er will verhindern, dass die 16-Jährige Fatema von Verwandten in Afghanistan zur Ehe mit einem 37-Jährigen gezwungen wird.

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