Bauern müssen sich auf Klimaveränderungen einstellen


Ein verdorrtes Weizenfeld. Foto: dpa
Halsabschneider. Heulsusen. Steuergeld-Abstauber. Und die Pommes sollen auch noch teurer werden! Landwirte haben keinen leichten Stand, seit der Bauernverband eine Milliarde Euro Soforthilfe für dürregeplagte Betriebe gefordert hat.

Von Annika Leister | Berliner Zeitung

Dabei ist die Nachricht wenig überraschend, die Aufregung gänzlich fehl am Platz. Seit April leiden die Bauern schon unter der Trockenheit, immer wieder haben sie vor den Folgen gewarnt. Nach dem feuchten Sommer 2017 ist es das zweite Jahr, in dem sie mit massiven Ernteausfällen rechnen müssen.

Doch zur monatelangen Dürre musste sich in den vergangenen zwei Wochen erst die Hitze gesellen, damit Rest-Deutschland auch in wohltemperierten Büros spürte: „Huch, das ist aber extrem!“ Der größte und mächtigste Lobbyverband der Branche nutzt lediglich die Gunst der Schweißperlen und fordert das Maximum für seine Mitglieder – und zwar zügig, bevor die Temperaturen wieder fallen.

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