Die Kirche bannt die Todesstrafe


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Besaß die Todesstrafe bislang noch eine winzige Legitimation in der katholischen Lehre, so ist damit jetzt Schluss. Künftig will die Kirche sich auch offiziell als Kämpferin gegen die Todesstrafe verstanden wissen.

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Bislang schloss der „Katechismus der Katholischen Kirche“ Hinrichtungen als äußerstes Mittel nicht kategorisch aus. In früheren Jahrhunderten hatten Päpste als Oberhäupter des Kirchenstaats ein ihrer Zeit entsprechendes unbefangenes Verhältnis zur Todesstrafe. Bis ins 19. Jahrhundert beschäftigten sie Scharfrichter; die letzte Exekution fand 1868 statt.

Ein deutliches Abrücken allerdings erfolgte erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965), als Papst Paul VI. 1969 die Todesstrafe im Vatikanstaat abschaffte. 1975 verwandte er sich für fünf spanische Terroristen und versuchte, Diktator Francisco Franco zu einer Umwandlung des Todesurteils zu bewegen; indes vergeblich.

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