Den Mars zur Erde zu machen, ist keine Option


Diese Darstellung zeigt, wie der Mars früher ausgesehen haben könnte. Damals hatte der Mars eine wesentlich dichtere Atmosphäre als heute. Wasser konnte in flüssiger Form existieren. (Bild: Lunar and Planetary Institute / Nasa)
Der Mars war nicht immer so abweisend wie heute. Seit langem geistert daher die Idee durch den Raum, er lasse sich mit technischen Mitteln wieder lebensfreundlicher machen. Wer so argumentiert, verkennt die Realitäten.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Den Mars zu kolonisieren, ist eine Idee, mit der nicht nur Science-Fiction-Autoren spielen. Auch Raumfahrtpioniere wie Elon Musk oder Jeff Bezos liebäugeln mit dem Gedanken, auf unseren Nachbarplaneten auszuweichen, falls es auf der Erde zu ungemütlich werden sollte. Dass der Mars heute ein lebensfeindlicher Planet ist, ficht sie nicht besonders an. Die Visionäre bauen darauf, dass sich der rote Planet mit technischen Mitteln so umformen lässt, dass er bewohnbar wird. Terraforming nennt man das. Eine Publikation in der Fachzeitschrift «Nature Astronomy» versetzt dieser Idee nun einen empfindlichen Dämpfer. Dort rechnen zwei amerikanische Forscher vor, dass es mit heutiger Technik nicht möglich ist, genug Kohlendioxid für einen nennenswerten Treibhauseffekt zu mobilisieren.

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