Giftpflanze breitet sich in Deutschland aus


Das Jakobskreuzkraut – oft am Straßenrand zu finden – blüht gelb Quelle: dpa/Felix Kästle
Die Dürre hat auch Gewinner: Das giftige und enorm „stresstolerante“ Jakobskreuzkraut wächst auf immer mehr Weiden. Gemeinsam mit anderen Giftpflanzen wird das hübsch blühende Kraut zur Gefahr für Rinder, Pferde und Teetrinker.

DIE WELT

Das giftige Jakobskreuzkraut breitet sich in vielen Bundesländern aus. „Man führt es auch auf Klimaveränderungen und Witterungsextreme zurück“, sagt Klaus Gehring von der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising. Die gelb blühende Pflanze, die vor allem für Rinder und Pferde gefährlich werden kann, sei enorm „stresstolerant“. Wenn es – wie in diesem Jahr – extreme Trockenheiten gebe, fielen bewachsene Flächen plötzlich brach, und das Kreuzkraut könne sich hier ansiedeln.

Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) ist zwar keine invasive Art, tauchte in den vergangenen Jahren aber zunehmend an Straßenrändern und auf extensiv bewirtschafteten Flächen auf. Laut des Arbeitskreises Kreuzkraut ist die Zahl der Giftpflanzen in diesem Jahr deutschlandweit „explodiert“.

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