Bundesregierung will nicht zurück zur Wehrpflicht


Bayern, Amberg: Zwei ausscheidende Wehrdienstleistende der Panzerbrigade 12 verlassen in der Leopold-Kaserne nach ihrer offiziellen Verabschiedung aus dem Grundwehrdienst ihre Unterkunft. Bild: dpa
Die Wehrpflicht ist 2011 ausgesetzt worden – und das soll nach dem Willen der Bundesregierung auch so bleiben. Dem schließt sich die Verteidigungsministerin an. Ursula von der Leyen kann der Debatte aber auch etwas abgewinnen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Wiedereinführung der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht steht für die Bundesregierung nicht zur Debatte. Das stellte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag klar. Auch das Verteidigungsministerium in Berlin sagte, es gehe nicht um eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) begrüße aber die aktuelle Diskussion über eine allgemeine Dienstpflicht als „sehr hilfreiche und gute Debatte“, sagte ihr Sprecher Jens Flosdorff.

Das Engagement junger Menschen für den Staat verdiene hohe Wertschätzung. Deshalb teile von der Leyen auch den Grundgedanken, die Attraktivität militärischen und zivilen Engagements zu erhöhen. „Da müssen wir nachjustieren.“ Mit Dank und Anerkennung allein sei es nicht getan, es müsse auch „handfeste persönliche Vorteile für die jungen Menschen“ geben. „Die Debatte legt die Finger in die Wunde.“

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